Montag, 10. November 2003

Frankreich: SNCF-Defizit-Abbau erst ab 2005

  • 2003 und 2004 werden französische Eisenbahnen noch rote Zahlen schreiben
  • Heuer 300 Millionen € Minus

Ursprünglich war für 2004 ein Bilanzausgleich für die französischen Staatsbahnen, die SNCF, geplant. Der Defizit-Abbau wird jetzt aber doch lieber auf 2005 verschoben: Wegen der schlechten Konjunktur und der erhöhten Abgaben an den Verwalter der Bahngleise, "Reseau Ferre de France", von 60 Mio. Euro in fünf Jahren.

Dies gab SNCF-Geschäftsführer Louis Gallois bekannt. beträgt.

Für das Geschäftsjahr 2003 erwartet sich die SNCF ein Defizit von 300 Mio. Euro, während im Haushaltsvoranschlag 144 Mio. Euro vorgesehen waren. Besonders stark belastet wurde das Budget laut Gallois durch die Streikwelle vom vergangenen Frühjahr, die die Bahngesellschaft nach eigenen Angaben 256 Mio. Euro kostete.

Um die Finanzierung der strukturellen Entwicklungsprojekte zu finanzieren, benötigt die SNCF laut Gallois nunmehr 1,1 Mrd. Euro im Jahr. Um diese Summe aufzubringen, sollen Verlustposten beseitigt werden. Aufgeben will die Staatsbahn künftig auch die besonders defizitären Trassen.

Um den Schuldenberg abzubauen, der im Bereich des Warentransports zwischen 1,5 und 2 Mrd. Euro betragen wird, hat Verkehrsstaatssekretär Dominique Bussereau eine öffentliche Subvention zugesagt. Das genaue Ausmaß derselben soll binnen 19. November festgelegt werden.
(apa, red)

10.11.2003 11:53