Montag, 10. November 2003

ÖBB-Streik am 12. November traf 1,2 Millionen Passagiere!

  • 7.500 Züge an einem Tag
  • 47.000 ÖBBler bei unbefristetem Streik beteiligt

Der erste ÖBB-Streik am 4. November war letztlich kaum zu spüren. Der zweite ab 12.11. traf schon härter. Denn als Bahn und Postbusse gemeinsam gegen ÖBB-Reform und Bus-Privatisieurng protestierten, waren insgesamt 1,2 Millionen Passagiere in 7.500 Zügen und 2.400 Bussen ohne Verbindung. Am Donnerstag waren nur mehr die 700.000 ÖBB-Passagiere betroffen.

Allein ein halbtägiger Streik ab dem frühen Nachmittag bedeutet, dass in ganz Österreich nicht weniger als 7.500 Züge still stehen. Dazu kommen 800 Bahn-Busse und 1.600 Post-Busse.

1,2 Millionen Passagiere wurden am 12.11. nicht befördert. Die Unterbringung und Versorgung gestrandeter Passagiere fällt laut Streikordnung in die Zuständigkeit des ÖGB. Die gut gefüllten Streik-Kassen sollten das aber nach Haberzettls Angaben aushalten.

47.000 ÖBB-Bedienstete sind am unbefristeten Streik beteiligt.

ÖBB-Sprecher Andreas Rinofner sprach von einem Schaden von 2,7 Mio. Euro pro Tag, nicht ausgezahlte Gehälter mit eingerechnet. Barbara Tichy von der Postbus AG erwartete Kosten von je 700.000 Euro für ihren Streiktag.

Allein in der Ostregion sind rund 360.000 Bahnkunden betroffen, die innerhalb Wiens oder von der Bundeshauptstadt aus mit dem Zug fahren wollten.
(apa, red)

10.11.2003 11:33