Montag, 10. November 2003

Krise am Arbeitsmarkt: Kommt 2004 die Trendwende?

  • Bartenstein: Erst muss die Konjunktur anspringen
  • Prognose: Nächstes Jahr Wachstum von zwei Prozent

Erst eine Besserung der Konjunktur wird eine wirkliche "Trendwende" in den österreichischen Beschäftigungszahlen einleiten. Sollte die Wirtschaft, wie prognostiziert, im nächsten Jahr um zwei Prozent wachsen, "wird es wenigstens eine Stabilisierung des Arbeitsmarkts" geben. Dies sagte Arbeitsminister Bartenstein am Sonntagabend in "Offen gesagt".

Den Anlass zur Wahl des Themas Arbeitsmarkt boten die am Freitag bekannt gewordene Schließung der oberösterreichischen Brillenfabrik Carrera Optyl sowie ein weiterer Negativrekord auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Für die knapp 500 Beschäftigten bei Carrera-Optyl soll es eine Arbeitsstiftung geben, die Möglichkeiten für Umschulung und Weiterqualifizierung bieten wird. Die Schließung des Werks sei auch für das Wirtschaftsministerium überraschend gekommen, so Bartenstein

"Nur zu warten bis das Wirtschaftswachstum da ist, wird zu wenig sein", meinte SP-Abgeordnete Stadlhuber. Sie verwies auf die Forderung ihrer Partei nach stärkeren Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur sowie steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen.

Aufhorchen ließ Bartenstein mit einer Bemerkung zur künftigen Unternehmensbesteuerung. Danach könnte die Körperschaftssteuer bereits 2005 auf unter 30 Prozent gesenkt werden - vereinbart war von den Koalitionsparteien bisher lediglich die Absenkung auf 31 Prozent.

(apa)

10.11.2003 07:18