Fußball: Frankreich demoralisierte hilflose Deutsche
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Mit einer Lehrstunde hat Europameister Frankreich die schwarze Serie der deutschen Nationalmannschaft gegen große Fußball-Nationen auf acht Niederlagen verlängert. Der Vize-Weltmeister verlor das Länderspiel am Samstag verdient mit 0:3 und wurde von den 53.574 bitter enttäuschten Zuschauern in der ausverkauften Arena "AufSchalke" mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet.
Statt Selbstvertrauen für die EM 2004 zu tanken, verstärkte der letzte Länderspiel-Auftritt des Jahres nach der holprigen EM-Qualifikation die Erkenntnis, dass die Mannschaft von Teamchef Rudi Völler nur als Außenseiter nach Portugal fahren wird. Frankreichs Stürmerstars Thierry Henry (21.) und David Trezeguet (55./81.) sorgten mit ihren Toren für den 13. Sieg der "Grande Nation" in Folge. Am Ende wurden die deutschen Spieler, die in den neuen schwarzen Trikots dem Anlass angemessen gekleidet waren, im eigenen Haus gedemütigt. Überragender Mann am Platz war Frankreichs Kapitän Zinedine Zidane.
Tschechien schießt Kanada nach Hause
Tschechien hat in einem freundschaftlichen Länderspiel gegen Kanada in Teplitz einen 5:1-Kantersieg gefeiert. Damit ist die Elf von Teamchef Karel Brückner seit 19 Partien (15 Siege, 4 Remis) ungeschlagen. Karel Poborsky wurde mit seinem 90. Teameinsatz ex aequo mit Zdenek Nehoda tschechischer Rekord-Teamspieler und krönte die Partie mit dem Treffer zum 3:0.
Die übrigen Tore für den EM-Starter erzielten Jankulovski, Heinz, Sionko und Skacel, Radzinski gelang im Finish noch der Ehrentreffer für die Kanadier, bei denen der Rapidler Ante Jazic durchspielte.
Vier EM-Fixstarter in zwei Spielen
Von den bereits feststehenden elf EM-Teilnehmern sind nur die Schweiz, Bulgarien und Schweden nicht im Einsatz. Mit Veranstalter Portugal und Griechenland in Aveiro sowie England und Dänemark in Manchester (Sonntag) stehen einander vier EM-Fixstarter gegenüber. Ebenfalls am Sonntag hat Italien in Ancona Rumänien zu Gast.
Italien spielt für Attentats-Opfer
Die Squadra Azurra wird das Spiel für die Hinterbliebenen des Attentats im Irak austragen. Alle Einnahmen werden den Familien der 18 italienischen Opfer gespendet, die bei dem schweren Bombenattentat am Mittwoch gegen einen Stützpunkt in Nassiriya ums Leben kamen. Darüber hinaus stellte der italienische Verband 250.000 Euro zur Verfügung, die für Weihnachtsgeschenke vorgesehen waren. "Der Sport kann so auch ein Lächeln zurückbringen", sagte Ex-Nationalmannschaftskapitän Paolo Maldini. Nach dem Länderspiel in Polen (1:3) am Tag des Anschlags war über eine Absage der Partie nachgedacht worden.
Werbung statt Trauerminute
Während die Geste der Fußballer Beifall erntete, wurde in Italien am staatlichen Fernsehen RAI harsche Kritik geübt. Die RAI hatte bei der Übertragung des Polen-Spiels während der Trauerminute ausgeblendet und Werbung gesendet. "Spendet die Einnahmen dieser Spots für die Familien der Opfer", forderte die "La Gazzetta dello Sport".
(apa/red)
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