"Maximal" optimistisch: Baric plant bereits für Portugal
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In den kommenden Tagen werden die letzten fünf Startplätze für die Fußball-EM 2004 vergeben. Am Samstag steigen die Play-off-Hinspiele der Gruppenzweiten. Besonders optimistisch gibt sich Kroatiens Teamchef Otto Baric vor dem Duell mit Slowenien. Der ehemalige ÖFB-Coach ist mit den Gedanken schon bei der Endrunde in Portugal.
Vor dem Hinspiel am Samstag im ausverkauften Maksimir- Stadion in Zagreb zollt Baric den Slowenen zwar Respekt, stellt jedoch klar: "Ich habe eine junge Mannschaft aufgebaut, die es in den nächsten vier bis sechs Jahren mit jedem Team in Europa aufnehmen kann."
Starkes Finish nach Quali-Fehlstart
Nach einem Fehlstart in der Qualifikation (torloses Heimremis gegen Estland, Niederlage in Sofia gegen Bulgarien) und massiver Medienschelte im Herbst des Vorjahrs hatte der frühere ÖFB-Teamchef auch keine andere Wahl: Er eliminierte die letzten Stars der 98er-Mannschaft und formte binnen weniger Monate aus zwanzig Legionären eine erfolgshungrige, technisch versierte Mannschaft, die mit einem starken Finish noch den zweiten Gruppenplatz holte.
Einzigartig in Europa ist die Zusammensetzung des Baric-Teams, in dem auch GAK-Verteidiger Mario Tokic und erstmals Nico Kranjcar, 19- jähriger Sohn von Ex-Rapid-Goalgetter Zlatko, stehen: 18 Spieler aus dem 22-Mann-Kader sind Gastarbeiter-Kinder. Ihre Eltern sind Kroaten, allerdings nicht aus Kroatien, sondern zumeist aus dem benachbarten Bosnien.
Bei Misserfolg Rückkehr nach Österreich?
Baric steht gegen Slowenien unter Erfolgsdruck. Sollte die EM- Endrunde nicht erreicht werden, endet sein Vertrag. Für diesen "eher unwahrscheinlichen Fall" kündigte er eine Rückkehr nach Österreich an: "Ich möchte noch drei, vier Jahre bei einem Spitzenverein arbeiten." Trotz seiner 71 Jahre fühlt sich "Otto maximale" weiterhin topfit. (APA/Red.)
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