Kärnten: Pacult als Trainer vorläufig aus dem Rennen
- 1860 München bestreitet Ablöseforderungen
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Ein Engagement von Peter Pacult als Trainer beim österreichischen Fußball-Bundesligisten FC Kärnten scheint immer unwahrscheinlicher. Die Klagenfurter brachen am Donnerstag die Verhandlungen mit 1860 München ab. Angeblich deshalb, weil der Ex-Verein des Wieners zu hohe Ablöseforderungen stellte. Dazu der Geschäftsführer von 1860 Karl-Heinz Wildmoser jun.: "Wir verlangen vom FC Kärnten keinerlei Ablöse. Wenn es Probleme gibt, dann zwischen dem FC Kärnten und Peter Pacult." Pacult selbst wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Der Wiener wurde bei den "Löwen" im vergangenen März entlassen, steht aber noch bis Saisonende 2003/04 unter Vertrag.
Kärnten-Manager Günther Hafner betonte, die Verpflichtung sei nicht an den Gehaltsvorstellungen von Pacult gescheitert. "Im Gegenteil, er ist uns sehr entgegen gekommen und war sehr fair. Pacult wäre mein Wunschkandidat gewesen. Er hat in unseren Gesprächen das Wort Abstieg nicht einmal in den Mund genommen", zeigte sich Hafner vom früheren Teamspieler beeindruckt und sprach von einer "verzwickten Situation".
Suche nach Alternative
Interimscoach Didi Constantini hat bereits mehrmals klargestellt, sich nach der Herbstsaison auf den Posten des Sportdirektors zurückziehen zu wollen. Sollten die "Sechziger", bei denen die Österreicher Markus Stranzl, Markus Weissenberger, Harald Cerny und Marcus Pürk unter Vertrag stehen, nicht doch noch überraschend einlenken, wäre Pacult erst ab Sommer zu haben. "Aber welcher Trainer unterschreibt mir nur für die Frühjahrssaison?", fragt sich Hafner.
Andi Ogris oder Lukic mögliche Anwärter
Trotz aller Probleme will der Manager des Tabellenschlusslichts den neuen Betreuer "spätestens in der letzten Runde in diesem Jahr" (Anm.: 6. Dezember) präsentieren, wobei Constantini in dieser Frage das letzte Wort haben wird. "Schließlich muss er mit dem neuen Trainer zusammenarbeiten", so Hafner. Constantini selbst hatte ebenfalls Pacult als seinen Wunschkandidat bezeichnet, jedoch auch Andi Ogris oder Radan Lukic als mögliche Anwärter genannt.
(apa)
