Dienstag, 11. November 2003

Erste Liga: SV Ried feuerte Petar Segrt - Lesiak übernimmt interimistisch

  • Ex-Libero der Innviertler gegen Kapfenberg & Tirol auf der Bank
  • Söndergaard einer der heißesten Nachfolge-Kandidaten

Fußball-Red-Zac-Erstligist SV Ried hat am Dienstag den Vertrag mit Petar Segrt aufgelöst und Andrzej Lesiak als interimistischen Cheftrainer installiert. Der bisherige Coach der Amateurmannschaft wird die Innviertler bis zur Winterpause trainieren. Bei den Spielen gegen Kapfenberg und Wacker Tirol wird Lesiak als Chefcoach fungieren. Danach soll ein fixer Nachfolger für den Kroaten Segrt verpflichtet werden. Einer der heißesten Kandidaten dürfte Ex-Salzburg-Trainer Lars Söndergaard sein.

"Durch seine öffentlichen Äußerungen und Aktionen ist es ihm nicht gelungen, die für einen Neuaufbau nötige Ruhe in die Mannschaft und ins Umfeld hineinzubekommen", erklärte Präsident Peter Vogl nach der Trennung von Segrt. Die Entscheidung gegen den 37-Jährigen, der seit dem 10. Juni 2003 im Amt war und eigentlich für eine Saison unterschrieben hatte, fiel Montagnacht in einer mehrstündigen Vorstandssitzung der Rieder.

Ried-Vorstand enttäuscht
Mit öffentlicher Kritik an der Disziplin der Spieler hatte Segrt in jüngster Vergangenheit für jede Menge Unruhe gesorgt. "Ich habe mit ihm ein Gespräch geführt und ihm gezielte Fragen gestellt. Ich weiß aber noch immer nicht, warum er so agiert hat", meinte Vogl, der so wie der Rest des Vorstandes vom Verhalten des Ex-Leoben-Trainers sehr überrascht und enttäuscht war. Bereits am Montag hatten die Rieder Tormanntrainer Vlado Cvjetkovic gekündigt.

Söndergaard bekundete Interesse
Nach dem Intermezzo des langjährigen Ried-Liberos Lesiak könnte Söndergaard das Ruder beim ÖFB-Cupsieger 1998 übernehmen. "Ried ist eine interessante Adresse. Eine Mannschaft mit Zukunftsperspektiven, vor allem dank des neuen Stadions. Ich traue mir zu, in Ried wieder Ruhe hineinzubringen", meinte der Däne, der Ende Oktober als Salzburg-Trainer hatte gehen müssen.

Wohnsitz soll in Salzburg bleiben
Söndergaard, der derzeit Skiurlaub in Sölden macht, sieht auch die Nähe zu Salzburg als großen Vorteil, schließlich könnte die Familie dann weiterhin in der Mozartstadt wohnhaft bleiben. "Eigentlich wollte ich ja ein paar Monate Pause machen und Abstand gewinnen, aber ganz ohne Fußball komme ich nicht aus", kribbelt es bei Söndergaard anscheinend schon wieder gehörig.

(apa/red)

11.11.2003 11:34