Donnerstag, 13. November 2003

Nach Sprengsatz-Wurf: Länderspiel zwischen Iran & Nordkorea gestoppt

  • Nordkoreanischer Team-Spieler wurde bei Explosion verletzt
  • AFC entscheidet über Neuaustragung oder Strafverifizierung

Terror am Fußballfeld im Iran: Ein Fußball-Qualifikationsspiel zum Asien-Cup zwischen dem Iran und Nordkorea ist am Mittwoch in Teheran nach einem gewaltsamen Zwischenfall abgebrochen worden. Die Partie im Azadi Stadium wurde in der 56. Minute gestoppt, nachdem ein Matchbesucher einen selbst gebastelten Sprengsatz auf das Feld geworfen und damit den nordkoreanischen Spieler So Hyok Chol verletzt hatte (im Bild am Boden liegend).

Wenige Minuten zuvor hatte Ex-Bayern-Stürmer Ali Daei aus einem Elfer die Führung für die Gastgeber erzielt.

Die nordkoreanische Mannschaft verließ aus Protest das Spielfeld und weigerte sich auch 20 Minuten später, auf den Platz zurückzukommen, worauf der Schiedsrichter das Spiel endgültig abbrach.

Ein Offizieller des iranischen Verbandes zeigte sich mit der Vorgehensweise des Gegners nicht einverstanden. "Obwohl das Verhalten dieses Fans nicht entschuldbar ist, hätte der nordkoreanische Teamchef seine Mannschaft nicht zum Abtreten auffordern sollen", meinte er und gab an, dass der betroffene nordkoreanische Spieler nach einer kurzen Behandlung das Spital wieder verlassen durfte.

Strafverifizierung oder Neuaustragung
Der asiatische Verband (AFC) hat mittlerweile ebenso wie die iranischen Behörden eine genaue Untersuchung der Vorfälle angekündigt und wird entscheiden, ob es zu einer Neuaustragung oder Strafverifizierung kommt. (APA/Red.)

13.11.2003 11:38