Tennis: WTA-Championships droht das Aus
- Einige Millionen Dollar Verlust könnten Ortswechsel bringen
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Nach erneut millionenschweren Einbußen stehen die WTA-Championships im Damentennis in Los Angeles offenbar vor dem Aus. Wie WTA-Exekutivchef Larry Scott am Abschlusstag der inoffiziellen Weltmeisterschaft erklärte, sei ernsthaft geplant, dass Turnier ab 2005 in einer anderen Metropole auszurichten. "Ich glaube, das wird passieren", sagte Scott. Die Chinesen, die in der Vorwoche mit einer Delegation in Los Angeles zu Gesprächen weilten, hätten ebenso Interesse an der Austragung des Turniers bekundet wie verschiedene Städte in Europa und Amerika.
Mit seiner Ankündigung zog sich Scott allerdings den Unmut der veranstaltenden Anschutz Entertainment Group (AEG) zu. Die Vertragsdauer zwischen der WTA und AEG beläuft sich auf sieben Jahre. Erst nach dem dritten Turnier 2004 sollte eine erste Zäsur gemacht und über die Zukunft der Championships beraten werden.
Leiweke gab zu, dass die seit dem vorigem Jahr in Los Angeles ausgetragenen Championships wiederum ein "massiver finanzieller Verlust" waren. Die Defizite belaufen sich auf Millionen von Dollar. Eine genaue Zahl wollte Leiweke jedoch nicht nennen.
Zuschauerschwund in L.A.
Vor allem durch die verletzungsbedingten Absagen der Williams-Schwestern und Lindsay Davenport fand das erstmals nach dem Round-Robin-System ausgetragene Turnier erneut nicht die gewünschte Resonanz. An den sechs Turniertagen im 20.000 Zuschauer fassenden Staples Center wurden nur 44.889 Besucher gezählt, doch auch 3.629 mehr als bei der Premiere vor zwölf Monaten erfüllten nicht die Erwartungen. Selbst das von Titelverteidigerin Kim Clijsters (Belgien) souverän gewonnene Finalespiel gegen Amelie Mauresmo (Frankreich) wollten nur knapp 9.000 Zuschauer sehen. (apa/red)
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