Wiener Linien: Am Streik-Tag nicht verstärkt unterwegs
- Niederösterreich: Wieselbusse fahren - auch mit ÖBB-Tarif!
- Vorarlberger Postbusse beteiligen sich nicht am Streik
Große Unsicherheit herrscht angesichts des unbefristeten Streiks der ÖBB und der Postbusse in Österreich. In Vorarlberg fahren die Postbusse ganz normal - sie verzichten auf den Protest. In Wien fahren die Wiener Linien ganz normal, werden aber auch nicht verstärkt geführt, um die ausfallenden S-Bahnen auszugleichen.
Wien
Die Wiener Linien werden während des Streiks der ÖBB nicht verstärkt unterwegs sein. Dichtere Intervalle sind nicht vorgesehen. Es gebe für solche Maßnahmen kein zusätzliches Personal, außerdem dürften es nicht viel mehr Fahrgäste als an Normaltagen werden, hieß es.
Die Wiener Linien stützen sich auf Beobachtungen vom ersten ÖBB-Streiktag am 4. November. Damals wurde weniger ein Passagier-Anstieg als vielmehr eine Verlagerung registriert.
Niederösterreich
Der Wieselbus-Verkehr in Niederösterreich bleibt in den kommenden Tagen trotz Streiks bei Postbus und ÖBB aufrecht. Auf den Strecken von Krems und Wien nach St. Pölten werden darüber hinaus Verstärkerbusse eingesetzt.
Die Fahrpläne gibt es unter "www.wieselbus.at". In den Verstärkerbussen gelten neben den normalen Tarifen auch die ÖBB-Tarife: Das heißt, dass Vorteilscards und andere Ermäßigungen der Bundesbahnen anerkannt werden.
Vorarlberg
Vorarlberg ist ab Mitternacht wohl vom ÖBB-Streik, nicht aber vom Postbusstreik betroffen. Die Postbus-Mitarbeiter verzichten auf Protestmaßnahmen. Die private Montafonerbahn fährt bis kurz vor Bludenz.
Der Verkehrsverbund hat ein umfassendes Angebot an Ersatzverkehr für den Schienen-Ausfall organisiert, das großteils von privaten Busunternehmern mit unterschiedlichsten Fahrzeugen gefahren wird.
Für Schüler gibt es eine schlechte Nachricht: Die Schulbusse werden zum größten Teil fahren.
(apa, red)
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