Sharon in Rom: Nahost und Antisemitismus im Mittelpunkt der Gespräche
- Treffen mit Berlusconi für Dienstag geplant
- PLUS: Die Bilder von den Terroranschlägen in Istanbul!
·Türkei-Terror
Zahl der Toten weiter gestiegen
·Neuer Terror:
Die Bilder: Chaos in Istanbul
·Überblick
Terror-Anschläge seit dem 11.9.
·Synagogen
Hunderte Tote bei Anschlägen seit '80
·Hintergund I
Die Neve-Salom- Synagoge Istanbuls
·Hintergrund II
Die Bet-Israel- Synagoge Istanbuls
Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon will während eines dreitägigen Besuches in Rom die Lage in Nahost sowie die Gefahr des Antisemitismus erörtern. Bereits vor Sharons Ankunft in Rom am Montag hatte seine Regierung den ihrer Ansicht nach wachsenden Antisemitismus in einigen Ländern Europas für die Terroranschläge auf zwei Synagogen in Istanbul mitverantwortlich gemacht. Nach Treffen mit der jüdischen Gemeinde in Rom sowie mit den Parlamentspräsidenten ist am Dienstag ein Gespräch mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi geplant. Italien hält derzeit die EU-Ratspräsidentschaft.
Bei dem Besuch dürften die derzeit schwierigen Beziehungen zwischen der EU und Israel im Mittelpunkt stehen. Die römische Zeitung "Il Messaggero" berichtete am Montag, Berlusconi sei nach längerem Zögern zu einer Begegnung mit dem neuen palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei (Abu Ala) bereit. Berlusconi sei der einzige europäische Regierungschef, der bisher niemals mit Palästinenserpräsident Yasser Arafat zusammengetroffen sei, hieß es.
Israel boykottiert offiziell alle Politiker, die sich mit Arafat treffen. Der neue EU-Sondergesandte für Nahost, Marc Otte, konnte deshalb noch keinen führenden israelischen Politiker treffen. Der außenpolitische Beauftragte der EU, Javier Solana, mied kürzlich Israel und die Autonomiegebiete, um einem weiteren Konflikt aus dem Weg zu gehen.
Sharon wird bis zum Mittwoch in Rom auch mit Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi sowie mit Oppositionspolitikern die Lage in Nahost erörtern. Eine Audienz bei Papst Johannes Paul II. ist nicht vorgesehen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche hatte erst am Sonntag scharf kritisiert, dass Israel die Palästinensergebiete mit Sperranlagen abriegelt. (apa/red)
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