15 Tote: Schweres Unglück auf der "Queen Mary 2"
- Sechs Menschen befinden sich noch in Lebensgefahr
- Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen unter Hochdruck
Nach dem schweren Unglück mit 15 Toten beim weltgrößten Passagierschiff "Queen Mary 2" treibt die französische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen mit Hochdruck voran. Experten sind in der Hafenstadt Saint-Nazaire vor Ort, um die Trümmer des Laufsteges zu untersuchen.
40 Menschen waren am Samstag mit in die Tiefe gerissen worden, als die Gangway plötzlich nachgab. Sechs Verunglückte schweben noch in Lebensgefahr. Die Opfer waren zumeist Angehörige und Freunde der Werftarbeiter. Sie wollten erstmals die 21 Etagen des Schiffes besichtigen, das den künftigen Passagieren allen denkbaren Luxus von Spielsälen bis Theater, Kino, Bars, Restaurants und Swimmingpools bietet.
Der Neubau des 345 Meter langen Ozeanliners muss noch vor Weihnachten fertig werden. Die Reederei Cunard dringt darauf, dass der Ozeanriese fristgerecht nach Großbritannien übergeführt wird. Die "Queen Mary 2" soll am 12. Januar auf Jungfernfahrt gehen. Zuvor wird die britische Königin Elizabeth II. zur Schiffstaufe im Heimathafen Southampton erwartet. Das schnelle und elegante Schiff soll an die große Tradition der legendären Atlantikliner "Queen Mary" und "Queen Elizabeth 2" anknüpfen.
Wie der 10 Meter lange und nur 1,50 Meter breite Metallsteg nachgegeben konnte, ist noch völlig unklar. Die Brücke war erst am Freitag installiert worden und nicht speziell für Besucher gedacht.
Die Katastrophe hat in ganz Frankreich und über die Grenzen hinaus Entsetzen ausgelöst. In der Hafenstadt Saint-Nazaire mit 70.000 Einwohnern, die von und mit der Werft "Chantiers de l'Atlantique" leben, sitzt der Schock tief. Die Arbeit auf der größten Werft Frankreichs ruht an diesem Montag zum Zeichen der Trauer. Auf dem Werftgelände soll in einer Notkapelle den Trauernden Trost gespendet werden. (APA/red)
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