Schon bis Sommer? USA wollen Macht im Irak abgeben
- Übergangs-Regierung 2004, Wahlen in zwei Jahren
- PLUS: USA plant Sender zur "freundlichen" Berichterstattung
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Bis zum Sommer kommenden Jahres wollen die USA nach einem Bericht des Fernsehsenders ABC die Verwaltung des Irak an eine irakische Übergangs-Regierung abgeben. Dies habe US- Zivilverwalter Paul Bremer bei einem Treffen mit Irakern in Bagdad vorgeschlagen, berichtete der US-Sender am Freitag ohne Nennung einer Quelle. Unterdessen setzten die US-Truppen ihre Operation "Eisenhammer" zur Bekämpfung von Aufständischen in der Region Bagdad fortgesetzt.
Zum dritten Mal in Folge seien Ziele südlich und westlich von Bagdad bombardiert worden, berichteten Augenzeugen. Eine mächtige Detonation war um 05.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MEZ) sogar im Zentrum der Millionenstadt zu hören. Bisher haben die US-Truppen meist leer stehende Gebäude zerstört, die Aufständischen als Ausgangspunkt für ihre Attacken gedient hatten. Dabei setzten die Amerikaner Flugzeuge, Artillerie und Panzer ein. In den letzten zwei Wochen hatten die Rebellen mit Granatwerfern sogar den Sitz der US-Verwaltung im ehemaligen Präsidentenpalast im Zentrum Bagdads beschossen.
Irakische Nationalversammlung im Frühjahr
Laut ABC sollen im Frühjahr Vertreter verschiedener Volksgruppen sowie andere führende Politiker Abgeordnete für eine Nationalversammlung bestimmen. Diese Versammlung solle dann eine Übergangs-Regierung wählen, an die die USA die Regierungsgewalt abtreten würden. Der Sender berichtete nicht, wem Bremer konkret diese Vorschläge unterbreitete.
Nach der Wahl einer Regierung solle dann eine Verfassung ausgearbeitet und innerhalb von zwei Jahren allgemeine Wahlen abgehalten werden, berichtete der Sender weiter.
US-Präsident Bush hatte Bremer am Mittwoch angewiesen, die Übergabe der Verwaltung an die Iraker zu beschleunigen. Angesichts anhaltender Angriffe auf US-Soldaten wächst in der US-Regierung die Unzufriedenheit mit der Arbeit des von ihr selbst eingesetzten Regierenden Rates. Bush betonte jedoch auch, die US-Truppen würden solange im Irak bleiben, bis das Land "frei und friedlich" sei. (APA)
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