Appell: Powell fordert Korei zum Stopp der Gewalt in Nahost auf
- US-Bürger bei Demonstration gegen Sperranlage festgenommen
- Israel: Attentäter sollen durch umstrittenes Bauwerk abgewehrt werden
US-Außenminister Colin Powell hat den palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei aufgefordert, der Gewalt im Nahen Osten Einhalt zu gebieten. In einem Telefongespräch mit Korei betonte Powell nach Angaben des US-Außenministeriums, dass das palästinensische Kabinett "dem Terrorismus eine klare Absage erteilen" müsse. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, Korei habe Powell darüber unterrichtet, dass er in einigen Tagen den israelischen Regierungschef Ariel Scharon zu treffen gedenke.
Bei Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und Pazifisten aus Israel und anderen Staaten sowie Palästinensern wurde im Westjordanland ein US-Bürger festgenommen. Die Demonstranten hatten in der Ortschaft Baka el Sharkiya gegen den Bau der israelischen Sperranlage protestiert, mit der die Ortschaft von Tulkarem und anderen palästinensischen Städten abgeschnitten wird.
Israel begründet das Bauwerk mit der Notwendigkeit, palästinensische Attentäter abzuwehren. Die Sperranlage reicht zum Teil tief in das Autonomiegebiet hinein. Einem UN-Bericht zufolge sind nach ihrer Fertigstellung de facto 15 Prozent des Westjordanlands von Israel annektiert. (apa/red)
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