Mittwoch, 12. November 2003

Russland: Weiteres Todesopfer in Kohlegrube

  • Ingenieur bei Erkundungsarbeiten ums Leben gekommen

Zwei Wochen nach der Rettung von insgesamt 44 südrussischen Bergarbeitern ist in der Kohlegrube von Nowoschachtinsk ein Ingenieur bei Erkundungsarbeiten ums Leben gekommen. Der Leichnam des Mannes sei in der Nacht auf Mittwoch unter Tage in der Anlage "Sapadnaja" entdeckt worden, teilte die Bergwerksleitung in der Stadt mit.

Der Ingenieur wollte die Lage in den nach einem Wassereinbruch überfluteten Stollen erkunden und war mit einem defekten Förderkorb abgestürzt. Ende Oktober war es Rettungsmannschaften gelungen, mit Hilfe von Tauchgeräten und einem Bergungstunnel 44 von insgesamt 46 verschütteten Bergarbeitern lebend zu bergen.

Die zwölf zuletzt geretteten Männer hatten eine Woche in 700 Metern Tiefe ohne Licht und Nahrung ausgeharrt, ehe sie entdeckt wurden. Ein Bergmann starb unmittelbar nach dem Wassereinbruch am 23. Oktober. Die Suche nach dem letzten noch vermissten Arbeiter ist eingestellt worden. (apa)

12.11.2003 10:50