Dienstag, 11. November 2003

Zweites Europäisches Sozialforum begann am Mittwoch

  • Zehntausende Globalisierungskritiker, darunter 300 aus Österreich
  • Höhepunkt des Treffens: Großdemo am Samstag

Mehrere zehntausend Globalisierungskritiker sind am Mittwoch in Paris zum zweiten Europäischen Sozialforum zusammengekommen. Vier Tage lang wollen sie nach Angaben von Attac über "Alternativen zum neoliberalen Europa", aber auch über Themen wie die EU-Erweiterung und den Irak beraten, darunter auch rund 300 Österreicher.

Unter anderen ist auch die "Kommunistische Partei Österreichs" (KPÖ) anwesend. Aus Österreich beteiligen sich laut Programmschrift auch Vertreter des Sozialforums, von Studentenvereinigungen wie der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), von ATTAC-Austria, sowie der Vereinigungen FRAUENhetz und Revo Austria.

Die Großveranstaltung mit 250 Seminaren, hunderten Workshops und 55 Plenarkonferenzen sollte am Mittwochabend in vier Foren in Paris und seinen Vorstädten beginnen. Abschluss und Höhepunkt soll eine Großkundgebung am Samstag unter dem Motto "Für ein Europa der Rechte in einer Welt ohne Krieg" sein. Vor einem Jahr waren rund 60.000 Globalisierungskritiker zum ersten Europäischen Sozialforum nach Florenz gekommen, wie Attac berichtete. In Paris rechnen die Veranstalter mit 40.000 bis 60.000 Teilnehmern.

Die Galionsfigur der französischen Globalisierungsgegner, Jose Bove, erklärte, es sei wichtig, dass die verschiedenen alternativen Strömungen miteinander diskutierten. "Niemand hat eine allumfassende Antwort, die gibt es nicht", sagte der Vorkämpfer gegen genmanipulierte Pflanzen und Lebensmittel im RTL-Radio.

(apa)

11.11.2003 22:22