Neuer Terror in Bagdad: Explosionen im Zentrum
- Über US-Hauptquartier steigen Rauchwolken auf
- Montag: Polizei vereitelte offenbar schweren Anschlag
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In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstagabend mehrere Explosionen zu hören gewesen. Vom Gelände des Hauptquartiers der US-Verwaltung im Zentrum der Stadt stiegen danach Rauchwolken auf. Zunächst war nicht klar, ob Gebäude getroffen wurden und ob es Opfer gab. Die US-Streitkräfte erklärten lediglich, Ermittlungen seien im Gange.
Irakische Sicherheitskräfte sagten, sie hätten mindestens sechs Detonationen unweit des ehemaligen Präsidentenpalastes am Westufer des Tigris gezählt. In dem Gebäude sind die internationalen Truppen untergebracht.
Zunächst waren drei Detonationen zu hören gewesen. Sie klangen wie die Einschläge von Werfergranaten, mit denen in jüngster Zeit wiederholt das Gelände der Zivilverwaltung beschossen worden war. Etwa 25 Minuten später waren weitere Detonationen zu hören. Die irakische Polizei errichtete Straßensperren.
Aufständische feuern in den Innenstadtbezirken nach Sonnenuntergang häufig Mörsergranaten ab. Mindestens einmal in den vergangenen Wochen schlug ein solches Geschoss innerhalb der so genannten "grünen Zone" ein, einem etwa zweieinhalb Quadratmeter großen Gebiet, in dem sich die wichtigsten Gebäude der US-Verwaltung befinden.
Zuvor wurden am Dienstag bei einem Anschlag auf einen Minibus im Südirak nach Polizeiangaben mindestens drei Iraker getötet. Andere Angaben sprechen von sechs Toten. Der Anschlag habe sich in der Nähe eines Kontrollpostens der Polizei ereignet, teilte das britische Militär mit, das den Raum Basra kontrolliert.
Irakische Polizisten vereitelten am Montagabend in Bagdad offenbar einen geplanten Bombenanschlag. Wie am Dienstag bekannt wurde, hielten die Sicherheitskräfte einen mit 450 Kilogramm Sprengstoff beladenen Krankenwagen auf. Wie Polizeisprecher Hakim Rasak Kadim sagte, konnten die Insassen fliehen.
(apa)
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