Anschläge und Kämpfe: Afghanistan kommt nicht zur Ruhe
- Verbünden sich Taliban & Hekmatyar zum Jihad gegen US-Truppen und Zentralregierung?
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Afghanistan kommt nicht zur Ruhe: Bei einem Autobombenanschlag nahe der UNO-Büros Kandahar ist am Dienstag ein Mensch schwer verletzt worden. Im Osten des Landes gab es Gefechte zwischen alliierten Truppen und mutmaßlichen Mitgliedern der Taliban und El Kaida. Und der radikalislamische Kriegsherr Hekmatyar rief die Taliban zum Jihad gegen US-Truppen und Zentralregierung in Kabul auf.
Ein mit Sprengstoff beladener Kleintransporter explodierte am Nachmittag gegenüber des Büros des UN-Entwicklungsprogramms (UNDEP) in Kandahar. Ein Afghane, der zum Zeitpunkt der Explosion mit seinem Motorrad vorbeifuhr, erlitt schwere Beinverletzungen.
Der amerikanische Militärsprecher Oberst Rodney Davis erklärte am Dienstag, bei Kämpfen mit Taliban-Einheiten sei ein Verdächtiger getötet worden, weitere drei seien geflohen. Kampfhubschrauber seien zur Unterstützung der Truppen herbeigerufen worden. Die Gefechte ereigneten sich im bergigen Osten des Landes, in den Provinzen Nuristan und Kunar, etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kabul. "Es ist das gefährlichste Terrain seit Beginn unserer Militäraktion in Afghanistan", erklärte Davis.
Hekmatyar nannte die Ausweitung des Einsatzes der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) einen "großen Fehler". Sie sei "ein dem Untergang geweihter Versuch, den Interessen der USA zu dienen", heißt es nach Angaben der in Pakistan ansässigen Nachrichtenagentur AIP vom Dienstag in einer von Hekmatyar unterzeichneten Mitteilung. "So Gott will, werden die Amerikaner Afghanistan verlassen müssen." Verhandlungen mit der US-gestützten Zentralregierung in Kabul erteilte Hekmatyar eine klare Absage. "Gespräche könnten Sinn machen, wenn die Regierung Macht hätte." Diese liege aber beim US-Botschafter und dem Kommandeur der US-Streitkräfte.
(apa)
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