Nächster "Unfall": GIs töten im Irak Bürgermeister
- El Kaabi wurde bei Schießerei irrtümlich getroffen
- Neue Bilanz: Über 20.000 Iraker seit Kriegsbeginn getötet
·Neue Bilanz
20.000 tote Iraker seit Kriegsbeginn!
·Prekäre Lage
USA erwarten noch mehr Irak-Terror
·Riad-Terror
El Kaida bekennt sich zum Anschlag
·US-Opferbilanz
Bisher 391 Soldaten im Irak getötet
·Krieg im Irak
US-Jets werfen wieder Bomben ab
·Nach Anschlag
Irak: Rotes Kreuz schließt Zentrale
Der von den USA unterstützte Bürgermeister des Bagdader Stadtteils Sadr City ist von US-Soldaten erschossen worden. Mohannad Ghazi el Kaabi sei vor dem Gebäude des Stadtteilrates bei einer Schießerei getötet worden, teilten die amerikanischen Streitkräfte in Washington mit.
Sadr City ist ein überwiegend von verarmten Schiiten bewohnter Stadtteil der irakischen Hauptstadt. US-Truppen hatten sich dort bereits wiederholt Auseinandersetzungen mit Bewaffneten geliefert. Unterdessen hat der Kommandant der US-Truppen im Nahen Osten, General John Abizaid, den Irakern mit drastischen Maßnahmen gedroht, wenn sie nicht die Angriffe auf die Besatzungstruppen eindämmten. Die US-Regierung bekräftigte unterdessen ihren Kurs im Irak.
"Nichts von Wert ist jemals ohne Opfer gewonnen worden", erklärte Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice. Von einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen könne keine Rede sein. Rice sagte in Washington, es handle sich im Irak um einen Aufstand in Verbindung mit Terrorismus. Dabei machten Mitglieder des alten Regimes des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein gemeinsame Sache mit ausländischen Kämpfern.
US-Außenminister Colin Powell bekräftigte in einer Rede in New York, die USA müssten an ihrem Kurs im Irak festhalten, "um der Zivilisation willen, für unsere Sicherheit". Powell räumte ein, dafür müssten die USA "einen Preis zahlen". Es sei "keine Frage, wir werden geprüft", sagte Powell. Aber er sei vom Sieg überzeugt.
Währenddessen stellen immer mehr US-Bürger den Sinn des Krieges im Irak in Frage. In einer Umfrage erklärten 49 Prozent, der Krieg sei es nicht wert gewesen. Nur 48 Prozent unterstützten ihn noch, wie aus der Befragung des Annenberg Public Policy Centers hervorging. (APA)
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