Privatflugzeug löst Alarm im US-Präsidialamt aus
Ein Privatflugzeug ist am Montag in den Luftraum um Washington eingedrungen und hat damit kurzzeitig einen Sicherheitsalarm im US-Präsidialamt ausgelöst. US-Militärflugzeuge drängten die Maschine ab, und eskortierten sie aus der Verbotszone.
US-Präsident Bush und seine Frau Laura waren während des Zwischenfalls nicht im Weißen Haus. Vizepräsident Cheney und der Stabschef des Präsidenten, Andrew Card, wurden vorübergehend an einen sicheren Ort gebracht. Bewaffnete Wachleute bezogen auf dem Rasen vor dem Präsidialamt Posten.
Es sei nichts Unberechenbares im Flugverhalten der Maschine gewesen und der Pilot habe die Anweisungen befolgt, hieß es in Regierungskreisen. Die Maschine landete schließlich auf einem Flugplatz im US-Bundesstaat North Carolina. Einem Sprecher des Geheimdienstes zufolge war zunächst nicht klar, warum der Pilot die Flugzone um Washington verletzt hatte.
Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA handelte es sich bei der Maschine um ein einmotoriges Flugzeug vom Typ "Mooney 20" mit vier Sitzplätzen. Das Flugzeug, das offenbar auf dem Weg nach Florida gewesen sei, war nach Angaben aus Regierungskreisen umgehend nach dem Eindringen in die verbotene Flugzone entdeckt worden. Als es umgeleitet worden sei, sei es rund 16 Kilometer vom Zentrum Washingtons entfernt gewesen.
Der Luftraum um Washington ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA in zwei Sicherheitszonen aufgeteilt. Demnach dürfen kleinere Flugzeuge unter bestimmten technischen Auflagen und nach vorheriger Genehmigung im näheren Umland von Washington fliegen. In die zweite Zone in einem Radius von 27 Kilometern um die Innenstadt von Washington dürfen dagegen bis auf wenige Ausnahmen keine Flugzeuge mehr fliegen. (APA)
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