Aufregung in Salzburg: Beerbt Ferrero Schausberger?
- Gerücht: Ministerin könnte bei Landtagswahl im März antreten
- Hofburg-Rennen: Hörbiger hat "Amt niemals angestrebt"
Einen Schlagabtausch zwischen ÖVP und SPÖ haben am Sonntag Gerüchte ausgelöst, denen zufolge Außenministerin Ferrero-Waldner bei der Landtagswahl am 7. März 2004 als VP-Spitzenkandidatin antreten soll. Untergriffe der SPÖ will VP-Generalsekretär Lopatka erkannt haben, was diese als "vollkommenen Unsinn" zurückwies. Unterdessen erklärte Schauspielerin Christiane Hörbiger, nicht Bundespräsidentin werden zu wollen.
Sie habe sich Zeit ihres Lebens nie parteimäßig zuordnen lassen und auch nie einer Partei angehört, so Hörbiger gegenüber der "Presse". Sie habe auch in keiner Weise jemals das Amt des Bundespräsidenten angestrebt und habe daher auch mit diesem Gerücht nichts zu tun.
Ferrero nach Salzburg oder in die Hofburg?
Stein des Anstoßes ist ein Bericht in der Montagausgabe der "Kleinen Zeitung". Darin wird kolportiert, es gebe "namhafte VP-Strategen", die überlegten auf Grund der schlechten Umfragen statt Amtsinhaber Schausberger Außenministerin Ferrero-Waldner als Spitzenkandidatin in Salzburg ins Rennen zu schicken. Gerlinde Rogatsch, Landesgeschäftsführerin der ÖVP Salzburg, Gerlinde Rogatsch wies diese Spekulationen im Gespräch mit der APA zurück und vermutete, es müsse jemanden geben, der Ferrero-Waldner bei einer möglichen Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten in die Quere kommen wolle.
Konkreter wurde Generalsekretär Lopatka: "Da die Salzburger SPÖ der erfolgreichen Arbeit von Landeshauptmann Schausberger nichts entgegensetzen kann, versucht sie nun mit bösartigen Untergriffen seine Kompetenz zu untergraben." Als "vollkommenen Unsinn" wies dies der Landesgeschäftsführer der SPÖ Salzburg, Martin Apeltauer zurück. Bei Personalproblemen solle die ÖVP vor ihrer eigenen Türe kehren und nicht "uns für Gerüchte verantwortlich machen", verlangte Apeltauer im Gespräch mit der APA. Die Anschuldigungen seien absurd. "Was sollten wir für ein Interesse haben, dass die populäre Frau Außenministerin in Salzburg antritt", fragte Apeltauer. (APA)
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