Sonntag, 16. November 2003

Schüssel in "profil": Lob für eigene Steuerreform

  • Politik nicht für die "Dagobert Ducks von Österreich"
  • Gott in Verfassung? "Für Ihn mit Sicherheit kein Thema"

Es gibt auch ein politisches Leben abseits der ÖBB. Neben Lob für "seine" Reform der Bundesbahnen (siehe ÖBB-Story im Kasten rechts) nahm Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) in "profil" auch zu anderen aktuellen Themen Österreichs, etwa der Steuerreform oder der Debatte um einen möglichen Gottesbezug in der Verfassung, Stellung.

Die Regierung mache sehr wohl Politik alle Österreicher "nicht für die wenigen Superreichen". Die Familienförderungspolitik und die Steuerfreiheit für Einkommen bis 14.500 Euro "hilft ja nicht den Dagobert Ducks von Österreich", so Schüssel in dem "profil"-Interview.

Über seinen nunmehr dritten FPÖ-Vizekanzler meint der Bundeskanzler: "Hubert Gorbach ist eine sehr eigenständige, alemannisch-geprägte Persönlichkeit." Dass dieser der ÖVP wieder Stimmen abnehmen könnte, kommentiert Schüssel so: "Wettbewerb belebt das Geschäft. Aber dieser Wettbewerb findet erst in drei Jahren statt."

Auf die Frage "Muss Gott in die Verfassung" antwortet Schüssel: "Gott muss überhaupt nichts. Diese Peanuts sind für Gott mit Sicherheit kein Thema." Die Frage sei allerdings, ob nicht "wir einen Hinweis brauchen, dass wir eine Herkunft haben, um eine Zukunft zu besitzen".

Eine Debatte, ob es Musliminnen weiterhin gestattet sein soll, in öffentlichen Gebäuden Kopftücher zu tragen, wünscht Schüssel hierzulande nicht: "Wir müssen nicht alle Diskussionen aus Deutschland importieren", so der Bundeskanzler gegenüber "profil". "Diese Frage ist bei uns entschieden. Jeder kann ein Kopftuch tragen, aber niemand darf dazu gezwungen werden."

Das komplette Interview finden Sie im neuen "profil"!

(red)

16.11.2003 11:12