Freitag, 14. November 2003

Drogen-Razzia in Wien: 2,4 Kilo Heroin & Koks gefunden!

  • Suchtgift war als Seife getarnt oder in Terminplaner eingearbeitet
  • Tirol: 59 Kilo Haschisch in Bunker sichergestellt

Erfolgreicher Schlag gegen die Drogenszene in Wien: Bei einer Razzia in Wien wurden 2,4 Kilo Heroin & Koks gefunden! Straßenhandelswert: ca. 250.000 Euro. Raffiniert: Das Suchtgift war als Seife getarnt oder in Terminplaner eingearbeitet. 10 Schwarzafrikaner wurden festgenommen. Auch in Tirol gelang der Exekutive ein Mega-Fund: Dort wurden 59 Kilo Haschisch in einem Bunker sichergestellt!

Im Zuge einer Amtshandlung gegen eine schwarzafrikanische Tätergruppe wurde Suchtgiftfahndern des Kriminalkommissariates West bekannt, dass ein Schwarzer mit Namen "Godwin" in Hamburg Suchtgifttransporte für Wien im großen Stil organisiert und an seinen Bruder "Sunny" liefert. Aus gemeinsamen Ermittlungen mit Hamburg konnte davon ausgegangen werden, dass Anfang November eine größere Lieferung Suchtgift nach Wien gebracht wird.

Bei einer Observation wurde festgestellt, dass der Lieferant der Drogen im Aufenthaltsraum eines Wohnheimes in Wien 17, Redtenbachergasse, das Suchtgift an die Zwischenlieferanten verteilte.

Bei dieser Amtshandlung wurden insgesamt 10 Schwarzafrikaner festgenommen, 2,4 kg Heroin und Kokain sowie 10.640 Euro Bargeld sichergestellt. Das Suchtgift wurde als Seifen getarnt oder in Terminplaner eingearbeitet. Der Straßenhandelswert beträgt ca. 250.000 Euro.

Mega-Fund in Tirol
Die bisher in Tirol größte sichergestellte Menge an Haschisch, insgesamt 59 Kilo, hat die Innsbrucker Kripo in einem Bunker sichergestellt. Der mutmaßliche Besitzer, ein 29-jähriger beschäftigungsloser Tiroler, wurde in U-Haft genommen, erklärte Walter Pupp, Leiter des Referates für Gewaltdelikte bei der Bundespolizeidirektion Innsbruck.

Die Ware sei von "bester Qualität" und habe einen Schwarzmarkt-Gesamtwert von 550.000 Euro, sagte Pupp. Der Verdächtige sei schon seit vergangenem Sommer unter intensiver Beobachtung gestanden.

Bereits vorige Woche klickten bei dem 29-Jährigen die Handschellen. Das Haschisch wurde aber erst Donnerstag, nach intensiven Ermittlungen gefunden, erklärte Pupp. Ausschlaggebend dafür sei ein Schlüsselbund gewesen, dessen Schlüssel vorerst nicht zugeordnet werden konnten. Diese waren anschließend vervielfältigt worden. Insgesamt 30 Gendarmerie- und Polizeischüler wurden beauftragt, mehrere 100 Garagen und Keller in dem Innsbrucker Stadtteil Kranebitten abzusuchen.

Ein Bunker konnte schließlich mit einem der Schlüssel aufgesperrt werden. Dort stießen die Beamten auf das Suchtgift, das in einem Stahlschrank verwahrt gewesen ist.

Es sei davon auszugehen, dass der verdächtige Tiroler insgesamt 100 Kilo Haschisch - vermutlich aus Holland - bezogen haben dürfte. Die gefundene Menge dürfte nur ein Teil davon sein. Den Rest, vermutet Pupp, dürfte der 29-Jährige bereits an mehrere Endabnehmer verkauft haben. Der Verdächtige sei bisher nicht geständig. (apa/red)

14.11.2003 10:49