Falscher Gendarm erbeutete in Kärnten 100 Euro
- Junge Frau wegen "Schnellfahrens" um Geldschein erleichtert
- Vorarlberg: Arbeitsloser kassierte mit gleicher Masche 42.000
Auf dreiste Art hat in Kärnten ein Unbekannter einer jungen Frau 100 Euro abgenommen. Die 19-jährige Angestellte aus Villach war am vergangenen Freitag auf der Ossiacher Straße in Sattendorf (Bezirk Villach-Land) mit dem Pkw unterwegs, als sie von einem Mann mittels Stab mit rotem Aufsatz angehalten wurde. Der Mann gab ihr zu verstehen, sie sei zu schnell gefahren. Er kontrollierte den Führerschein und verlangte schließlich 50 Euro Strafgeld.
Die Angestellte, im Glauben, es handle sich um einen Gendarmen, öffnete ihre Brieftasche. Als der Unbekannte einen 100-Euro-Schein sah, griff er in die Brieftasche und nahm die Banknote heraus. Auf Proteste der jungen Frau gab er ihr zu verstehen, sie solle "nicht frech sein und den Mund halten." Die Pkw-Lenkerin fuhr daraufhin eingeschüchtert weiter. Über das Wochenende erzählte die Angestellte den Vorfall mehreren Bekannten, welche ihr zu einer Anzeige rieten. Diese wurde Montag am Abend beim Gendarmerieposten Sattendorf erstattet.
Der falsche Gendarm ist etwa 40 Jahre alt, von auffallend großer Statur (195 bis 200 Zentimeter groß), schlank, hatte einen dunklen Vollbart und trug eine Brille. Bekleidet war er mit einer grünen Jacke mit der Aufschrift "Gendarmerie" im Brustbereich und dunkler Hose. Der Mann, der Kärntner Dialekt sprach, trug vermutlich eine Tellerkappe. Besonderes Kennzeichen ist eine größere Narbe am rechten Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger. Hinweise an den Gendarmerieposten Sattendorf, Telefon: 0591332262. (APA/red)
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