Italienisches Rezept: Safety Cars gegen Nebelraser
- Polizeiautos mit Schriftzug "Follow Me" fahren maximal 50km/h
- Unfälle fordern in Italien jedes Jahr rund 6.000 Verkehrstote
Im Kampf gegen Raser im Nebel setzt Italien ab sofort auf so genannten Safety-Cars. Entsprechende Fahrzeuge sollen zunächst in der Po-Ebene auf der Autobahn A4 eingesetzt werden, wo es häufig Nebelbänke gibt. Die Polizeiautos tragen den leuchtenden Schriftzug "Follow Me" und fahren maximal 50 km/h, wie die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" am Dienstag berichtete.
So würden die anderen Autofahrer bei starkem Nebel gezwungen, genauso langsam zu fahren. Der Ausdruck Safety-Car kommt ursprünglich aus der Formel 1, wo die beleuchteten Wagen hauptsächlich nach Unfällen eingesetzt werden, um die Fahrer zum langsamen Fahren zu bewegen.
Verkehrsminister Lunardi, der eine Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gestartet hatte, kündigte die Safety Cars erstmals im November 2003 an. "Bei Nebel muss man die Autofahrer zwingen, langsamer zu fahren. Wir werden dafür Safety Cars einsetzen", erklärte der Politiker.
In Italien ist die Verkehrssicherheit seit vielen Monaten ein Dauerthema. Unfälle fordern jedes Jahr rund 6.000 Tote. Seit der Einführung des Punkteführerscheins im Juli 2003 wurde jedoch ein Rückgang in der Zahl der Opfer auf den italienischen Straßen von 30 Prozent gemeldet. (APA/Red.)
