Montag, 3. November 2003

Neue EU-Regel: Rabatte beim Autokauf sanken wie angekündigt

  • Negative Auswirkungen für Neuwagen-Käufer

Seit 1. Oktober gelten in der EU neue Spielregeln für Autohändler und Reparatur- und Servicewerkstätten. Die seither gültige "Gruppenfreistellungsverordnung", hat offenbar tatsächlich zu den erwarteten negativen Auswirkungen für Autokäufer geführt: Die beim Neuwagenkauf gewährten Rabatte haben sich seither deutlich verringert.

Zu diesem Ergebnis kommen ein vom ÖAMTC-Mitgliedermagazin "auto touring" durchgeführter anonymer Testkauf. Grund für die Zurückhaltung bei Händlerrabatten seien gekürzte Grundmargen für die Autohäuser und kostspielige neue Vorgaben seitens der Autokonzerne.

"Nachlässe, wie sie noch bis Ende September geboten wurden, waren (...) nicht mehr drin. Die Händler haben mit Stichtag 1. Oktober mit ihrem Streich-Konzert begonnen", schreibt "auto touring" in seiner November-Ausgabe über sein österreichweit durchgeführtes "Mystery shopping" .

"Auf Anhieb 10 Prozent Rabatt zu erzielen, ist den anonymen Testkäufern nicht einmal beim Peugeot 206, der seit bald fünf Jahren auf dem Markt ist, gelungen. Bei 8,4 Prozent war Schluss." Und beim nagelneuen VW-Golf V sei bei allen angesprochenen Händlern bei fünf Prozent Nachlass das Ende der Fahnenstange erreicht gewesen.

Dennoch gehört das Feilschen "nach wie vor zum Ritual beim Autokauf", meint man beim ÖAMTC und ermuntert den Käufer, sich vor den Verhandlungen umfassend zu informieren und "selbstbewusst" und "souverän" aufzutreten. Die größten Nachlässe ließen sich bei Auslauf- und Sondermodellen erzielen, deren Verkauf von den Herstellerkonzernen gestützt werde. (APA/Red.)

3.11.2003 13:23