Freitag, 7. November 2003

Jetzt günstig abheben: Take-Off zum Minipreis!

  • Im November starten drei Airline-Newcomer ab Wien!

Die wachsende Zahl der Billigflieger lässt die Flugpreise auf ein Rekordtief sinken. Allein in diesem Monat kommen ab Wien drei Newcomer dazu...

Um sechs Euro kann man zwei Tage lang das Wiener U-Bahn-Netz erkunden - oder gleich bis nach Berlin fliegen. Der Boom der Billigairlines lässt die Preise purzeln - zumindest auf dem Papier. Die extremsten Sonderangebote erweisen sich allerdings oft genug als Lockvögel. Trotzdem ist Fliegen bei geschickter Tarifwahl günstiger denn je. Dafür sorgt schon die ständig wachsende Flotte der Diskontairlines.

So fliegen ab Ende November allein ab Wien sieben Billigflieger. Neben den bereits bekannten Gesellschaften Air Berlin, Germania Express, German Wings und Intersky heben seit Anfang des Monats auch V-Bird und duo ab. Die britische Gesellschaft duo legt - eine Besonderheit unter den Billigfliegern - sogar Wert auf vollen Service und komfortable Sitze.

Ende November kommen noch die Helvetic Airways dazu. Last, but not least: Auch Niki Lauda will mit der Aero Lloyd bald kräftig den Markt beleben. Von Bratislava aus erobert die Österreich-Airline Intersky den Luftraum, die Bundesländerpassagiere steigen bei Ryanair ein. Die etablierten Airlines wie AUA, Lufthansa oder Swiss lassen sich nicht lange bitten und kontern mit Dauertiefpreisen auf den Strecken mit starker Konkurrenz.

Abheben mit sechs Euro
Die Preise für die Kunden sind oft genug spektakulär. So wirbt Air Berlin für einen einfachen Flug Wien-Berlin um nur sechs Euro. Allerdings kostet schon der Hin-Retour-Flug mindestens 31 Euro (siehe Tabelle S. 102). Haken: Gebühren und Taxen sind noch nicht dabei und verschlingen je nach Destination leicht 40 Euro zusätzlich. Außerdem gelingt es meist nur fleißigen Early Birds, tatsächlich zum Minimumtarif abzuheben. Wer es nicht schafft, ist in vielen Fällen mit den Preiskontern der klassischen Gesellschaften besser bedient. Selbst die bisherige Domain der Billigairlines - den Verkauf von billigen Flügen ohne Aufenthalt übers Wochenende - greift die AUA frontal an. Mit den neuen via Internet buchbaren Redtickets der AUA kann man auch ohne "Sunday-Rule" billig fliegen. Beispiel: Österreich-Deutschland und retour wird als Dauertiefpreis ab 110 Euro plus Taxen offeriert, zum selben Preis werden London, Palma oder Venedig angesteuert.

Je stärker die Konkurrenz, desto tiefer die Preise
Das zeigt das Beispiel des einstigen Hochpreisziels Zürich. Die Schweizer Finanzhochburg wird von Skyeurope ab Bratislava sowie von AUA, Swiss und Germania Express ab Wien angeflogen. Folge: Der AUA-Tarif ist mit 77 Euro hin und retour der absolute niedrigste in ihrem internationalen Geschäft. Selbst Germania Express verlangt für Wien-Zürich-Wien 130 Euro. Dies ist allerdings - eine Besonderheit der Ger-mania - ein Fixpreis, der auch die Taxen einschließt. Das gleiche Tarifprinzip gilt für Berlin- und München-Flüge, die als Startaktion für unter 100 Euro angeboten werden.

Mehr zum Thema: FORMAT 45/2003

7.11.2003 10:02