Donnerstag, 6. November 2003

NEWS-Skiortetest: Die Testsieger 2003/04!

  • Wo es die besten Pisten, die modernsten Lifte und das prickelndste Nightlife gibt!
  • PLUS: Ski-Schnäppchen. Die günstigsten Opening-Pauschalen.

Der Winter wird immer besser. Auch heuer gaben die österreichischen Seilbahngesellschaften wieder Hunderte Millionen Euro für Lift-Komfort, Schneesicherheit und noch mehr Spaß aus. Kaum mehr ein Gipfel, der nicht von so genannten "Achter-Einseil-Umlaufbahnen" oder "Sechser-Space-Jets" erschlossen wird - natürlich gepolstert und bei Sturm mit "Bubble" vorm Gesicht....

Das machte es der NEWS-Jury rund um Aktrice Doris Schretzmayer, Meinungsforscher Fritz Karmasin, die Musiker Hubert von Goisern und Adi Hirschal sowie Medien-Promis wie etwa Hary Raithofer in diesem Jahr besonders schwer. Am Ende war es ein Fotofinish - und zum ersten Mal wurde der Salzburger Hochgebirgsort Obertauern auf den Schnee-Thron erhoben. Auf die Plätze verwiesen, aber nur knapp dahinter, die Tiroler Wintermetropolen Sölden und Serfaus-Fiss.

Ausschlaggebend für das NEWS-Testergebnis waren nicht nur Pistenkilometer, Schneesicherheit und Liftanlagen, sondern auch Kriterien wie die Lage des Ortes, Flair, Preis-Leistungs-Verhältnis, Hotellerie, Gastronomie sowie zusätzliche Angebote abseits der Piste - vom Nightlife bis zur Schneeschuhwanderung.

NEWS-Winterkaiser Obertauern
Für Obertauern sprachen heuer Gesamtinvestitionen für Lifte und Infrastrukur in der Höhe von 20 Millionen Euro. Sensationell die 8er-Gondel auf das Zehnerkar und der neue Snowboardpark bei Gamsleiten I. Überzeugend auch die schneesichere Höhenlage, die vergleichsweise günstigen Skipass-Preise (Tageskarte: 32 Euro) sowie die leichte Erreichbarkeit von Wien wie auch von München aus. Blick ins Ötztal nach Sölden: Hier wurde die Verbindung zum Gletscher optimiert, nunmehr vom Dorfplatz auf drei miteinander verbundene Dreitausender-Gipfel ("Big 3"), das kostet allerdings 38 Euro pro Tag. Bei Après-Ski und Nightlife war Sölden ohnehin immer bei den Besten. Die NEWS-Wertung wird übrigens von der Statistik bestätigt: Laut Wirtschaftskammer war Sölden mit insgesamt 1,796 Millionen Übernachtungen im vergangenen Winter gleich hinter Wien Österreichs meistbesuchter Urlaubsort.

Der Drittplatzierte Serfaus-Fiss schließlich besticht durch seine schöne Lage auf einem Hochplateau des Oberinntals - fernab von Stress und Durchzugsverkehr. Vor dem Ort heißt es stop für Autos, weiter geht es mit Europas einziger Dorf-U-Bahn. Auch deswegen gilt Serfaus-Fiss als Kinder- und Familienparadies schlechthin. Bei der Bergstation Komperdell befindet sich das schönste Kinderareal Österreichs, die Eltern toben sich inzwischen auf nicht weniger als 160 Kilometer Pisten aus (Tageskarte: 37 Euro).

Nie mehr Schneemangel
Aus Respekt vor der Klimaerwärmung haben auch die anderen Orte des NEWS-Rankings Millionen Euro in Lifte, Beschneiungsanlagen und Wasserspeicher gesteckt. Die große Angst vor Schneemangel nährt die Schneekanonenbranche. Großinvestor auch für diesen Winter ist Lech am Arlberg mit 25 Millionen Euro, der Nachbar St. Anton setzte trotz der hohen WM-Ausgaben im Vorjahr heuer noch mal 13 Millionen fürs sichere Skivergnügen ein. Bad Hofgastein ließ sich die neue Therme 22,5 Millionen kosten, Mayrhofen im Zillertal zahlte 17 Millionen fürs Winter-Weiß und die Region Schröcken-Warth etwa 15 Millionen.

Was Skifahren kostet
Skifahren kostet in diesem Winter pro Tag mindestens 26 Euro (Semmering) und höchstens 38,50 Euro (Arlberg). Da ist für viele Menschen sparen angesagt. Ein kleiner Trick: Auf die Fahrzeiten der Bergbahnen achten. Manche starten schon um 8.30 Uhr am Morgen und fahren bis 16.30 Uhr (etwa im Zillertal), andere schlafen bis 9 Uhr und legen die Schalter auch schon um 16 Uhr um (etwa in Bad Kleinkirchheim). Auch hier erweist sich der Euro lieber als Teuro, in Schillingzeiten wagte niemand, bei Preiserhöhungen die 10-Schilling-Grenze zu überschreiten.

Winter ist mehr als Skifahren
Doch für den wahren Fun im Winter braucht man auch die passenden Geräte: Längst sind Carver und Snowboarder nicht mehr allein auf der Piste - alles, was fährt und rutscht, taugt zum Vergnügen. Heurige Fixstarter: Snowbike (High-Tech-Skibob), Captain Avalanche (Kopf-voraus-Schlitten), Airboard (Luftkissen für schnelle Downhills), Zorbing (in transparenter Riesenkugel den Berg hinab), Skwal (snowboardähnlicher Ski mit beweglicher Bindung) oder Schnee-Kite (auf Skiern gezogen von Lenkdrachen). Das vielfältigste Alternativ- und Trendsportangebot gibt's übrigens im Vorarlberger Montafon.

Jetzt geht die Wintersaison los
Wer jetzt den Winter gar nicht mehr erwarten kann, sollte sich sofort in die Berge aufmachen: Sölden hat bereits mit dem Weltcupauftakt Ende Oktober die Saison eröffnet. Und ab Mitte November geht es mit den Openings Schlag auf Schlag - zuerst in den Gletscherskigebieten Kaprun, Mölltal, Stubaital, Pitztal, Tuxertal und Kaunertal. Die meisten Ski-Openings starten dann am ersten Dezemberwochenende. Halligalli mit Skitest und Clubbing-Action findet man etwa in Saalbach, Hofgastein und Zell am See. Kontrastprogramm zur klassischen Party-Schiene gibt's heuer in Ischgl (Lasershow vom deutschen Lightdesigner Gert Hof, begleitet von klassischer Musik) und Galtür (Krimilesungen mit den Autoren Alfred Komarek, Nicola Förg und Gunter Haug).

Mehr zum Thema: NEWS 45/2003

6.11.2003 10:40