Tee-Liebhaber aufgepasst: Heute ist "Tag des Tees"!
- Tipp: Die Kunst des richtigen Aufbrühens.
- PLUS: Wie Teegenuss das Krebsrisiko senkt!
Heute ist "Tag des Tees"! Für alle Liebhaber des köstlichen Wohlfühl-Getränks gibt der Wiener Tee-Experte Andrew Demmer Tipps für die richtige Zubereitung...
Für den Teehändler Andrew Demmer steht jedenfalls fest: "Am wichtigsten ist das siedende Wasser"! Damit ist aber noch längst nicht alles zum Thema Teekochen gesagt, schließlich gibt es je nach Kontinent und Land völlig unterschiedliche Arten, das Heißgetränk zuzubereiten.
Zeit nehmen in Taiwan
In Taiwan heißt's geduldig sein. Dort dauert die traditionelle Zubereitung von Grüntee eine dreiviertel Stunde: Dabei wird eine wegen ihrer Größe hier zu Lande leicht als Puppenservice durchgehende Teekanne randvoll mit den getrockneten Blättern befüllt. Dann "wäscht" man den Tee, indem man ihn das erste Mal aufbrüht, das Resultat daraus jedoch gleich wieder wegschüttet. Anschließend kann er jedoch bis zu sechs Mal aufgegossen werden, "wobei jede Kanne anders schmeckt als die davor". Die richtige Methode will allerdings gelernt sein, so der Experte: Junge Taiwanesinnen werden in eigenen Teeschulen ausgebildet, um das Ritual zu lernen.
Ostfriesland: Geben Sie den Löffel ab!
In Ostfriesland ist der Aufguss besonders wichtig: In eine kleine Tasse wird ein Stück Kandiszucker gelegt, auf das ein sehr kräftiger Schwarztee gegossen wird. Dazu kommt noch ungeschlagenes Obers. Absolutes No-No: Der Löffel!Demmer: "Man würde aus Friesland vertrieben, wenn man umrührt."
Engländer weniger fachkundig als ihr Ruf!
Entgegen landläufiger Meinung sind die Engländer dafür weniger fachkundig als ihr Ruf. Bis vor wenigen Jahren habe es in Wien beispielsweise mehr Teefachgeschäfte gegeben als in London, meinte Demmer.
Zubereitung von schwarzen Tee
Wer es mit dem schwarzen Tee besonders ernst nimmt, kann die Zubereitung auch hier kompliziert machen. Die ideale Zeremonie beginnt für Demmer so. "Die Kanne vorwärmen, indem man sie mit heißem Wasser ausspült." Warum? "Weil es immer schon so gemacht worden ist", sagt der Experte lachend. Danach wird die richtige Menge Tee mit dem richtig temperierten, nämlich siedenden Wasser aufgebrüht. Nach drei bis fünf Minuten müssen die Blätter wieder entfernt werden, sonst wird das Gebräu bitter. Danach sind dem Genießer jedoch keine Grenzen gesetzt, meint Demmer: "Alle Zutaten, die den Geschmack nicht zu sehr verfremden, sind zu erlauben."
Grüner Tee gegen Krebs
Übrigens: Grüner Tee senkt Prostatakrebs-Risiko um zwei Drittel! Eine Vergleichsstudie in China ergab, dass Männer, die täglich grünen Tee trinken, das Risiko einer Prostatakrebs-Erkrankung um zwei Drittel senken. Für die Studie verglichen die Wissenschafter 130 an Prostatakrebs erkrankte Chinesen mit 274 gesunden chinesischen Männern. Grüner Tee ist in China schon seit langem für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Traditionell wird das Getränk zur Förderung der Verdauung, zur Entgiftung der Leber und als Energiespender verwendet.
(apa/red)
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