Sonntag, 9. November 2003

Böhler-Uddeholm: ÖIAG verkauft ihre Anteile doch über die Börse!

  • Transaktion derzeit 133 Millionen Euro wert

Im Poker um die vollständige Privatisierung des Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm sind die Würfel am späten Dienstagabend gefallen: Die Staatsholding ÖIAG verkauft ihren 25 Prozent-Anteil nun doch über die Börse. Dies teilte die ÖIAG nach der Aufsichtsratssitzung am Flughafen Wien-Schwechat mit.

Die geplante Transaktion - sie umfasst den Verkauf von 2,75 Millionen Stammaktien - ist gemessen am aktuellen Aktienkurs insgesamt mehr als 133 Mio. Euro wert. Böhler-Uddeholm ist nach der voestalpine eine der letzten größeren Privatisierungen der Republik Österreich.

Feindliche Übernahme wäre möglich
Mit dem Börsengang, dem dritten seit dem Initial Public Offering (IPO) 1995 und dem Secondary Public Offering (SPO) 1996, würde sich der Streubesitz von bisher 44,8 auf fast 70 Prozent erhöhen.

Damit wäre freilich einer feindlichen Übernahme Tür und Tor geöffnet. Denn die Investoren-Gruppe um den Badener Anwalt Rudolf Fries, seit fast zwei Jahren größter Böhler-Uddeholm-Aktionär, kommt "nur" auf 25,6 Prozent und könnte eine solche wohl nicht verhindern. Weitere 4,6 Prozent sind im Eigentum des Konzerns selbst.
(apa)

9.11.2003 08:53