US-Arbeitsmarkt erholt sich: Arbeitslosenquote auf niedrigstem Stand seit April
- 126.000 neue Jobs; Zahl der Beschäftigten stieg stärker an als erwartet
Der kräftige Konjunkturaufschwung in den USA führt zunehmend auch zu einer Belebung der angespannten Arbeitsmarktlage der weltgrößten Volkswirtschaft. Im Oktober stieg die Zahl der Beschäftigten doppelt so stark wie von Analysten erwartet. Zugleich sank die Arbeitslosenquote entgegen der Erwartungen auf das niedrigste Niveau seit April.
Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stieg die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat um 126.000 nach einem nach oben revidierten Anstieg um 125.000 im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einem Stellenplus von lediglich 58.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel überraschend auf 6,0 Prozent von 6,1 Prozent im Vormonat. Analysten hatten mit einer unveränderten Arbeitslosenquote gerechnet.
In den Daten sahen Analysten die ersten Anzeichen dafür, dass sich das starke Wirtschaftswachstum am Arbeitsmarkt niederschlage. Nach Bekanntgabe der Zahlen legten die US-Aktienfutureskräftig zu. Auch der Dollar profitierte.
Der Arbeitsmarktbericht setzte die Reihe der in den vorangegangenen Tagen eingegangenen positiven Konjunkturdaten fort. Bereits am Donnerstag hatten die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen Hoffnungen auf ein Ende der langen Phase des Stellenabbaus in den USA geweckt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche überraschend stark auf das niedrigste Niveau seit Jänner 2001 gefallen. Zuvor kamen Berichte über positive Geschäftsentwicklung sowohl in der Industrie wie auch im Dienstleistungssektor.
(apa)
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