Freitag, 7. November 2003

Böhler-Uddeholm: Schalle-Gruppe will für konkretes Angebot mehr Zeit

  • "Kaufmännisch übliche Fristen für Bankgarantie oder Finanzierung"
  • Unvereinbarkeit: Schalle musste als ÖIAG-Aufsichtsrat gehen

Die Investoren-Gruppe um Rewe Austria-Chef Veit Schalle, die über die Austria Industrie Management (AIM) für den 25-prozentigen Anteil der ÖIAG an Böhler-Uddeholm bietet, braucht offenbar mehr Zeit, um ihr Kaufoffert wie von der Staatsholding gewünscht zu konkretisieren. "Wir sind dazu bereit: Es braucht aber kaufmännisch übliche Zeiten, um Bankgarantien beizubringen", heißt es.

Ob der ÖIAG schon bei der für 11.11. am Flughafen Wien-Schwechat anberaumten nächsten Aufsichtsratssitzung konkretere Angebotsunterlagen der Schalle-Gruppe vorliegen, dürfte damit mehr als fraglich sein.

Ebenso fehlt eine Grundsatzentscheidung des Kontrollgremiums über die endgültige Form der Restprivatisierung (Börsengang oder Verkauf an Finanzinvestoren).

Zu den von der ÖIAG verlangten Spezifizierungen hat sich die AIM laut ihrem Sprecher Waldenmair bereits geäußert. "Es wurde mit einem Brief geantwortet und zu diesen Punkten Stellung genommen". Nun sei die Frage, über welchen Zeitrahmen sich die Geschäftspartner (ÖIAG und AIM, Anmerkung) einigen.

Das am 31. Oktober abgegebene Angebot ist Waldenmair zufolge "jedenfalls konkret und ernst gemeint", wie der Sprecher heute erneut betonte.
(apa, red)

7.11.2003 15:49