Wiener AK-Vollversammlung: Im Zeichen der tristen Job-Situation
- Tumpel: "Jetzt und sofort" zusätzliche Mittel für Beschäftigung

Die 138. Vollversammlung der Wiener Arbeiterkammer stand am Freitag ganz im Zeichen der tristen Job-Situation. AK-Präsident Herbert Tumpel (Bild) forderte "jetzt und sofort" zusätzliche Mittel: Für mehr Beschäftigung und Wachstum. Die Konjunkturprobleme hält die AK für eine Ausrede.
"Wenn die Regierung jetzt die Steuern bei den kleinen und mittleren Einkommen spürbar senkt und in Schiene, Straße und Telekommunikation investiert, bringt das schnell 30.000 Arbeitsplätze."
Hart ins Gericht ging er mit Forderungen nach einer Senkung der Körperschaftssteuer: "Bis vor kurzem hat die Wirtschaft immer nur von den Chancen der Erweiterung geredet, jetzt wollen die Unternehmer eine Steuersenkung durchsetzen, indem sie gerade wegen der Erweiterung mit der Abwanderung nach Ungarn oder Polen drohen."
Gegen GATS
In seiner Rede warnte Tumpel weiters vor Privatisierungen im Bereich Wasserversorgung, Bildung, Gesundheit und Verkehr: "Auch wenn die EU und die österreichische Regierung gemeinsam davon ablenken wollen - die Wasserprivatisierung steht in Brüssel ganz oben auf der Tagesordnung."
(apa, red)
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