Freitag, 7. November 2003

FORMAT über Franz Klammer: Ich-AG im Pulverschnee

  • Der Kaiser wird 50 - und hat den krisensichersten Job der Welt: Er spielt nur noch sich selbst. Gage: 12.000 Euro

Die Gemeinde Bad Kleinkirchheim lädt am 3. Dezember, dem 50. Geburtstag ihres berühmtesten Sohnes, zum dreitägigen Jubiläumsmarathon. Sehr ins Zeug legen muss er sich bei den 2.000 Gratulanten aus Politik, Wirtschaft und Volk aber nicht: Er spielt nur noch sich selbst. Und das für eine Tagesgage von 12.000 Euro.

Franz Klammer muss nur das tun, was er immer tut und am besten kann. "Ich vermarkte mich selbst", bekennt das Geburtstagskind im FORMAT-Interview freimütig.

Nach seinem letzten Abfahrtssieg in Kitzbühel, der nun immerhin schon 19 Jahre zurückliegt, hatte der vierfache Abfahrts-Gesamtweltcupsieger als Textilunternehmer brutal eingefädelt. Für seine Modelinie hatte Klammer rund eine Million Euro und somit sein gesamtes damaliges Vermögen verpulvert.

Heute, als angehender Fünfziger, hat er zwar, wie er selbst sagt, "keinen richtigen Beruf" - und dennoch den krisensichersten Job der Welt. Franz Klammer gibt Franz Klammer, hemdsärmelig, jovial, volksnah, das funktioniert immer und überall.

Erfolgsgeheimnis Menschlichkeit
Auch wenn er seinen Rennoverall längst eingemottet hat, Ski fahren geht er nach wie vor für sein Leben gern. Deswegen schwingt er sich auch im Auftrag der Kärnten Werbung auf die Piste. Werner Pilgram, Chef der Kärnten Werbung: "Er gibt dir von der ersten Sekunde an das Gefühl, dich schon ewig zu kennen - das ist wohl sein größtes Erfolgsgeheimnis."

Die Tagesskitour mit dem emeritierten Downhillheroen ist für 12.000 Euro jederzeit buchbar. Klammer: "Dabei laufe ich dem Geld gar nicht nach, es kommt zu mir."

Der Kaiser kassiert. Doch wie seine Geschäftspartner unisono beteuern, ist er jeden Cent wert. Franz Klammer ist mit einem Bekanntheitsgrad von 98 Prozent der populärste österreichische Exsportler aller Zeiten. Und: 60% der Österreicher finden ihn "sehr sympathisch" - gestrichene Null Prozent finden ihn "überhaupt nicht sympathisch".

Die ganze Story und ein ausführliches Interview lesen Sie im FORMAT Nr. 45/2003

7.11.2003 12:37