Neuer Musikriese: Bertelsmann und Sony fusionieren
- Neues Unternehmen soll Sony BMG heißen
- Beide Konzerne werden jeden 50 Prozent besitzen
In der Musikbranche entsteht ein neuer Riese: Bertelsmann und der japanische Unterhaltungskonzern Sony legen ihre Musiksparten zusammen. Darüber wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Das neue Unternehmen soll Sony BMG heißen und zu je 50 Prozent im Besitz von Bertelsmann und Sony sein.
Ein endgültiger Vertrag soll binnen zwei Monaten zu Stande kommen. Nicht fusioniert werden sollen die Musikverlage, die Auslieferung sowie die Herstellung beider Unternehmen. Bertelsmann hatte zuvor auch mit dem US-Medienriesen Time Warner verhandelt, dieser führt wiederum Gespräche mit dem britischen EMI-Konzern über eine Zusammenlegung des Musikgeschäfts.
BMG-Chef Schmidt-Holtz soll bei Sony BMG Chairman of the Board werden, das zu gleichen Teile mit Bertelsmann- und Sony-Vertretern besetzt werden soll. Sony-Music-Chairman Lack soll Chief Executive Officer (CEO) werden.
In Marktanteilen aus dem Jahr 2002 gerechnet würden Sony (derzeit Nummer zwei) und BMG (Nummer 3) mit zusammengerechnet 26,7 Prozent den derzeitigen Marktführer Universal Music (25,9 Prozent) ablösen. Auch mit möglichen aktuellen Veränderungen ist davon auszugehen, dass die beiden Unternehmen sich ein Kopf-An-Kopf-Rennen um die Spitzenposition liefern werden.
Der geplanten Großfusion müssen noch die Wettbewerbsbehörden in Washington und Brüssel zustimmen. Die Chancen für eine Genehmigung der Fusion stehen derzeit nicht schlecht. Vorteilhaft dürfte sich auswirken, dass BMG und Sony ihre Fusion vor den ebenfalls in Verhandlungen über eine Zusammenlegung stehenden Musikkonzernen Warner Music und EMI anmelden. (apa)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

