Franzosen müssen einen Tag mehr arbeiten
- Pfingstmontag im öffentlichen Dienst gestrichen
Die Franzosen müssen künftig einen Tag im Jahr mehr arbeiten - ohne Lohn. So soll die Versorgung älterer Menschen besser finanziert werden. Es handelt sich um eine Reaktion auf die Hitzewelle im Sommer, durch die 15.000 Menschen starben.
So sollen jährlich zwei Milliarden Euro für eine nationale Solidaritätskasse aufgebracht werden.
Die fünf Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst müssen ab 2005 den Pfingstmontag arbeiten. In der Privatwirtschaft sollen die Sozialpartner selber aushandeln, an welchem bisher freien Tag gearbeitet werden muss.
Vorbild der Finanzierung dieser fünften Säule der Sozialversicherung ist Deutschland, wo 1995 mit Ausnahme von Sachsen der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft wurde, um den Arbeitgeberanteil an der Pflegeversicherung zu kompensieren.
Die Reform tritt im zweiten Halbjahr 2004 in Kraft. In der Hitzewelle im August starben in Frankreich etwa 15.000 Menschen, die meisten von ihnen in personell schlecht ausgestatteten Seniorenheimen oder allein in ihren Wohnungen.
(apa, red)
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