SPÖ kritisiert MAGNA-Mann Wolf wegen Voest-Verkauf
- Unvereinbarkeit ähnlich wie im Fall Böhler-Uddeholm?
Die mit der Causa Veit Schalle angeheizte politische Debatte um angebliche Unvereinbarkeiten von ÖIAG- Aufsichtsratsmitgliedern geht weiter. SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter hat sich am Donnerstag auf Magna-Spitzenmanager Siegfried Wolf eingeschossen. Für Kräuter ist "eine Unvereinbarkeit" von ÖIAG-Aufsichtsrat Wolf bei der Privatisierung der voestalpine "klar und eindeutig gegeben".
Der SP-Politiker beruft sich dabei auf ihm zugegangene Dokumente des Aufsichtsrats der Staatsholding zum Voest-Verkauf und zu dem geplatzten "Geheimprojekt 'Minerva'" (Gespräche zwischen der ÖIAG und Magna). "Wolf hat in der entscheidenden Sitzung in einer Reihe von Wortmeldungen massiv interveniert", hält Kräuter fest.
Der SP- Abgeordnete richtete heute an Finanzminister Karl-Heinz Grasser die Forderung endlich zu reagieren. Wolf müsse sofort abberufen werden.
Bisher sei eine Einflussnahme Wolfs auf den Voest-Deal stets dementiert worden. "ÖIAG-Aufsichtsratschef Heinzel teilte der Öffentlichkeit mit, dass sich Wolf in den entsprechenden Sitzungen nicht zu diesem Thema gemeldet habe", so der SP-Abgeordnete.
Diese Aussagen seien jedoch nicht haltbar, es lägen entsprechende schriftliche Beweise vor. Kräuter: "Ich habe eine Eingabe von Aufsichtsrat Siegfried Wolf vom 10. Juli 2003 an seine Aufsichtsratskollegen, worin er die Gründe für die Nichtzustimmung zum Privatisierungskonzept darlegt."
(apa)
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