Dienstag, 4. November 2003

Opel sichert 1.100 Stellen - Durch 30-Stunden-Woche

  • Bei anspringender Konjunktur soll wieder Normalrhythmus kommen

Ganz gegen den weltweit vorherrschenden Trend will die Adam Opel AG während des Konjunktur-Tiefs ihre Angestellten behalten: 1.100 Arbeitsplätze sollen durch die Vereinbarung einer 30-Stunden-Woche gesichert. Andere Firmen feuern; was jeweils durch ein Kursplus an den Börsen honoriert wird.

Auf die Verkürzung der Wochenarbeitszeit um 5 Stunden haben sich Opel-Vorstand und Betriebsrat verständigt. Laut Unternehmens-Sprecher Ulrich Weber können durch die Vereinbarung rund 1.100 Stellen gesichert werden. Die Geschäftsleitung übernimmt für 2,6 Stunden den Lohnausgleich; für den Rest soll es eine solidarische Lösung geben.

Bei wieder laufender Konjunktur könne man zum normalen Rhythmus zurückkehren, hieß es. Zunächst sei die Vereinbarung auf ein Jahr befristet.

Der stellvertretende Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, begrüßte die Vereinbarung. Oberstes Ziel der Tarifpolitik müsse die Sicherung von Arbeitsplätzen sein.
(apa, red)

4.11.2003 11:34