Quehenberger nach Parma-Match sauer auf Salzburg-Fans: "Ich haue bald den Hut drauf"
- Abschuss von Leuchtraketen wird wieder saftige Strafe bringen
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Nach dem 0:4-Debakel von Salzburg gegen Parma in Linz ist wieder einmal Feuer am Dach. Präsident Rudolf Quehenberger droht: "Wenn das so weitergeht, haue ich den Hut drauf." Grund ist allerdings gar nicht so sehr die äußerst mäßige Leistung seiner Kicker, sondern das Fehlverhalten einzelner Fans: Nachdem einige Salzburg-Anhänger in der 50. Minute Leuchtrakten abgefeuert hatten, zog der spanische Schiedsrichter Gonzalez sogar einen Spielabbruch in Erwägung. So weit kam es zwar nicht, dennoch wird die UEFA Salzburg sicherlich eine ordentliche Geldstrafe aufbrummen.
Präsident Rudi Quehenberger ließ angesichts des Fehlverhaltens einiger Personen wieder einmal Amtsmüdigkeit erkennen. "Ich schäme mich für diese Fans und bin erschüttert. Wenn das so weitergeht, haue ich den Hut drauf", sagte der Salzburg-Boss und will gegen die Randalierer scharf vorgehen. "Es gibt 15 bis 20 Leute, die dürfen einfach in kein Stadion mehr."
Auch mit Kritik an seinen Kickern hielt sich Quehenberger nicht zurück: "Ich bin enttäuscht, weil sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte bedingungslos ergeben hat." Leidtragender der desaströsen Leistung seiner Mitspieler nach dem Seitenwechsel war Goalie Heinz Arzberger, der binnen 26 Minuten vier Mal hinter sich greifen musste. "Bei uns gibt es offensichtlich einige Spieler, denen es egal ist, ob wir zwei oder vier Tore kassieren", kritisierte der Torhüter.
0:4-Debakel
Die dritte Runde des UEFA-Cups wird so gut wie sicher also ohne heimische Beteiligung über die Bühne gehen. Der SV Salzburg, der letzte österreichische Vertreter im Fußball-Europacup, ging am Donnerstag im Zweitrunden-Hinspiel gegen den AC Parma vor nur 7.000 Zuschauern im Linzer Stadion sang- und klanglos mit 0:4 (0:0) unter und fährt ohne Aufstiegschance zum Rückspiel am 27. November. Filippini mit einem verwandelten Elfmeter nach Handspiel von Heiko Laessig (60.), Gilardino (65.), Nakata (83.) und Rosina (86.) nutzten in der zweiten Hälfte die Schwächen der Salzburger schonungslos aus und schossen die Italiener zum klaren Auswärtssieg.
Parmas "Reserve" übermächtig
Mit einem 2:1-Sieg hat Salzburg in Udine trotz 0:1-Heimniederlage den Aufstieg geschafft, gegen Parma würde nicht einmal so eine Sensation reichen. Denn der italienische Tabellenvierte zeigte Salzburg auch ohne einige Star-Spieler (Adriano, Junior, Castellini, Marchionni, Morfeo) den Klassenunterschied zur erweiterten europäischen Spitze deutlich auf. Parma stellte ohne viel Schwierigkeiten die Weichen auf Aufstieg
Der dreifache Europacup-Sieger war in allen Belangen die bessere Mannschaft, kontrollierte das Spiel nach Belieben, präsentierte sich als läuferisch und technisch starke Mannschaft und unterband mit gutem Forechecking einen geordneten Salzburger Spielaufbau.
SV Salzburg - AC Parma 0:4 (0:0)
Linzer Stadion, 7.000 Zuschauer; SR Gonzalez (ESP)
Salzburg: Arzberger - Winklhofer, Laessig, Ch. Jank, A. Ibertsberger - Brenner, M. Suazo, Häßler, Eder (56. Pichorner), Scharrer (56. G. Tomic) - Schriebl (70. Pfeifenberger)
Parma: Frey (46. Sicignano) - Bonera, Ferrari, P. Cannavaro, Seric - Nakata, Dobadel, Bolano (74. Camara), Filippini - Carbone (79. Rosina), Gilardino
Gelbe Karten: Laessig bzw. Gilardino, Ferrari
Die Besten: Laessig bzw. Ferrari, Donadel, Carbone, Gilardino
(apa/red)
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