Rapid, Austria & GAK setzen sich in Meisterschaft ab
- "The Good, The Bad & The Ugly": Dreikampf um den Titel!
- PLUS UMFRAGE: Wer holt den Meistertitel 2003/04?
·Die Umfrage: Wer wird BL-Meister?
Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
·JETZT MITREDEN: FUSSBALL-FORUM
Ihre Meinung zu den großen Fußball-Ligen!
·Rapid im Glück
Hektik & Heimsieg im Hanappi-Stadion
·Doppelpack
Kollmann schießt GAK zu 2:0 Sieg
·Auswärtssieg
Austria triumphiert, Kärnten im Chaos
·Dicke Luft
Bei Sturm Graz ist Feuer am Dach
·ALLE INFOS ZUR BUNDESLIGA!
Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
·Torschützenliste der Saison 03/04
Kollmann ist der beste Bomber der Saison
"The Good, The Bad & The Ugly": Man könnte fast meinen, das Drehbuch zur laufenden Meisterschaft stammt aus der Feder von Kult-Regisseur Sergio Leone. Rapid, das sind die Guten. Kein Geld und trotzdem Tabellenführer - das sind die Merkmale des Underdogs, der so gar nicht in die Rolle des Meisterschaftfavoriten schlüpfen will. Der Stadtrivale aus Favoriten ist hingegen der Böse - weil der Klub mehr Geld ausgibt als die ganze Liga zusammen und der Klubpräsident gleichzeitig an den Hebeln der Bundesliga sitzt. Und der GAK, der Klub der trotz aller Erfolge nie so richtig ernstgenommen wird, ist der Häßliche. Ein Klub den keiner als Meister sehen will.
Der SK Rapid gibt in der Meisterschaft weiterhin das Tempo vor. Der Ausrutscher im Derby gegen die Austria war spätestens nach dem hektischen 3:1-Sieg am Samstag gegen Mattersburg vergessen. Die Hütteldorfer bleiben im Hanappi-Stadion eine Macht. Auch wenn es manchmal der Hilfe eines Schiedsrichters bedarf um dem nötigen Quentchen Glück einen Schubs zu verpassen. So geschehen am Samstag, als Schiedsrichter Brugger aus heiterem Himmel den Grün-Weißen einen Elfer spendierte und damit den Vorsprung Rapids auf seine Verfolger konstant hielt.
Austria: Mit "Rasenschach" zum Titel
Vier Punkte trennen die Austria vom Platz an der Sonne. Dort, wo man sich die letzte Saison über bräunte, will Violett auch heuer wieder hin. Alles andere wäre in den Augen von Big Boss Stronach wohl eine Enttäuschung. Enttäuschend war auch die Qualität der gezeigten Leistung der Austria in der Südstadt. Im "Rasenschach" ging die Admira schließlich entnervt mit 0:2 in die Knie. Trainer Löw pries vor allem die taktische Reife seiner Schützlinge. Schlecht spielen und trotzdem gewinnen - das sind die Merkmale von Titelanwärtern. Und die Austria zeigt regelmäßig vor, wie das geht.
GAK: Der ewige Außenseiter
Während für Rapid-Coach Josef Hickersberger die Begriffe "Meisterschaft" und "Titelkampf" Fremdwörter sind, und sein Kollege bei der Austria aufgrund dieser beiden Ausdrücke ständig unter Strom steht, nimmt es Walter Schachner mit dem zum Dreikampf mutierten Titelrennen nicht so ernst. Seine Devise: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Daher wird man in der GAK-Umkleidekabine weder Euphorie noch Entgleisungen zu hören bekommen.
Ruhig und besonnen, auf die Überform seines Goalgetters Roland Kollmann vertrauend hanteln sich die Grazer von Sieg zu Sieg. Auch die überraschend starken Bregenzer konnten den Erfolgsrun der Rotjacken nicht bremsen und wurden von einer kompakten Einheit erdrückt und durch zwei Kollmann-Tore ohne Punkte nach Hause geschickt. Fünf zähler hinter Leader Rapid begibt sich der GAK in Lauerstellung und wartet auf seine Chance. Der dritte Platz in der Tabelle ist ihnen dabei ebenso sicher wie der Neid der schwarz-weißen Fan-Gemeinde in Graz, die derzeit unermüdlich daran arbeitet, wenn schon nicht den Meisterteller dann schon wenigstens die "Rote Laterne" zu gewinnen.
Dreikampf um die Spitze
Die Favoriten siegen, die Meisterschaft gerät zum Dreikampf. Für Rapid spricht die Euphoriewelle, ein wieder zur Festung gewordenes Hanappi-Stadion und ein Trainer der weiß, wie man mit Spielern umgeht. Außerdem kann "Hicke" mit Andreas Ivanschitz auf den wohl talentiertesten Spieler der Liga zurückgreifen.
Die Austria hingegen kann auf die wohl stärkste Mannschaft vertrauen. Ob dieser Vorteil durch die weise Voraussicht des Austria-Vorstands oder durch eine verfehlte Einkaufspolitik zustande gekommen ist, sei dahingestellt. Die erfahrenen Spieler der Austria wissen mit dem Titelkampf umzugehen. Außerdem öffnet sich im Jänner wieder das Transferfenster und es wäre kühn zu behaupten, die Austria würde ihre finanziellen Möglichkeiten ungenutzt lassen.
Sofern der GAK vom großen Verletzungspech verschont bleibt, wird er wohl bis zum Schluss im Titelrennen dabei sein. Motivationskünstler Schachner kann auf eine eingespielte Stammformation bauen und darauf hoffen, dass Roland Kollmann auch weiterhin im Schnitt ein Tor pro Spiel erzielt.
Bald ist Halbzeit in der Meisterschaft und es sind noch jede Menge Spiele ausständig. Es bleibt nur zu wünschen, dass sie bis zum Schluss ebenso spannend bleibt wie "The Good, The Bad and The Ugly".
(red)
