Walter Mayers Klage gegen FIS und ÖSV steht bevor
- Ex-ÖSV-Sportdirektor: "Haben keinen Dopingfall gehabt"
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Der Ex-ÖSV-Sportdirektor für Langlauf und Biathlon, Walter Mayer, wird die Klage gegen den internationalen Skiverband (FIS) bzw. den ÖSV, seinen ehemaligen Arbeitgeber, einbringen. Sein Innsbrucker Anwalt, Dr. Heinz Mildner, hat die Klage nach der "Blutbeutel"-Affäre von Salt Lake City und der damit verbundenen lebenslangen Sperre Mayers durch die FIS bereits formuliert.
"Wir werden die Klage in den nächsten Tagen einbringen", meinte Josef Hanke, Sachbearbeiter Mildners. Es handle sich um eine "unverhältnismäßige Strafe auf Grund der nicht ausgereiften Regeln". Die lebenslange Sperre komme einem Berufsverbot gleich, so Hanke.
Walter Mayer, der für alle Anwalts- und Prozesskosten aufkommen muss und im Falle einer Abweisung der Klage auch die Kosten der gegnerischen Anwälte übernehmen müßte, ist von einem positiven Ende für sich überzeugt.
"Die FIS wird nicht auskommen. Wir haben keinen Dopingfall gehabt, die UV-Methode stand nicht auf der Liste", so Mayer, der freilich die Minderung des Strafausmaßes für seinen Sohn Marc Mayer beim internationalen Sportgerichtshof CAS als zusätzliches Argument sieht. Darum hat sein Anwalt, Heinz Mildner, ein Experte in arbeitsrechtlichen Dingen, der auch für den Erfolg beim CAS in Lausanne Anfang September verantwortlich zeichnete, auch mit der Klagsformulierung noch zugewartet.
Kürzere Strafe für Marc Mayer gefordert
Marc Mayer war ursprünglich bis 7. Februar 2004 gesperrt gewesen. Allerdings sind ihm u.a. auch Punkte aus der Vorsaison gestrichen worden. Vater Walter sieht die Sperre seines Sohnes letztlich als Farce.
"De facto war er gar nicht gesperrt. Er ist das letzte Rennen der vergangenen und das erste dieser Saison gelaufen", meinte Mayer, der als Unteroffizier in Hochfilzen als Bundesheer-Angestellter weiter im Langlaufbereich tätig ist und auch mit HSZ-Sportlern arbeitet. "Ich habe halt keine Entscheidungsgewalt mehr. Aber ich kann auch in anderen Bereichen wie der Ski-Entwicklung und beim Schliff-Testen helfen", so Mayer. (apa/red)
