Donnerstag, 6. November 2003

Rallye-WM: Dreikampf um WM-Titel beim Saisonfinale

  • Sebastien Loeb, Carlos Sainz oder Peter Solberg
  • Manfred Stohl mit einem Peugeot 206 WRCam Start

Mit einem hochdramatisches Saisonfinale endet am Wochenende die diesjährige Rallye-Weltmeisterschaft: Gleich drei Fahrer sind vor dem letzten von 14 WM-Läufen, der "Wales Rallye GB", nur durch einen Punkt getrennt: Sebastien Loeb (Bild) und Carlos Sainz (je 63 Zähler) sowie Petter Solberg (62) kämpfen im Großraum Cardiff um die Nachfolge von Champion Marcus Grönholm. Bescheidenere Ziele hat der Österreicher Manfred Stohl. Der Wiener OMV-Pilot möchte mit seinem Peugeot 206 WRC ins Ziel kommen, nachdem der letzte Einsatz auf Korsika mit einem Ausfall geendet hatte.

An der Spitze liegen die beiden Citroen Xsara-Teamkollegen Loeb und Sainz derzeit gleichauf, wobei der jüngere auf Grund der höheren Anzahl von Saisonsiegen die Nase vorne hat. Sebastien Loeb, mit 29 um gleich zwölf Jahre jünger als Altmeister Carlos Sainz, triumphierte heuer in Monte Carlo, Deutschland und San Remo - nun greift er nach seinem ersten WM-Titel. Für Frankreich wäre es gleichzeitig das erste Championat seit Didier Auriol im Jahr 1994.

Carlos Sainz greift nach dem 3. Titel
Schon zwei Weltmeisterschaften (1990 und 1992) durfte Spaniens Routinier Sainz bejubeln, allerdings wurde 1998 in Großbritannien ein ganz besonders bitteres Kapitel seiner Karriere geschrieben. Auf Titelkurs liegend explodierte rund 350 Meter vor dem Ziel der Motor seines Toyota. Sein damaliger Beifahrer Luis Moya ist nun als Sportdirektor bei Subaru beschäftigt und mit Petter Solberg jetzt großer Sainz-Rivale.

Petter Solberg kämpft um 1. WM-Titel
Der Norweger Solberg kämpft so wie Loeb um seine erste Weltmeisterschaft. Für den Fall der Fälle wäre in der Heimat eine Mega-Party angesagt. "Wenn ich wirklich den Titel hole, dann wird daheim das Chaos ausbrechen", meinte Solberg, der sich noch gut ans Vorjahr erinnern kann. Damals fixierte er mit seinem Sieg in Wales den Vize-WM-Titel hinter Grönholm und auf der Familien-Farm in Spydeberg warteten schon rund 2.500 Camper in Feier-Stimmung. Als Weltmeister würde der Empfang wohl noch euphorischer ausfallen.

Ärztliches Startverbot für Richard Burns
Nicht mehr im WM-Rennen ist Richard Burns, der mit 58 Punkten noch Chancen gehabt hätte, aber nach einem Ohnmachtsanfall von den Ärzten Startverbot erhielt.

Manfred Stohl strebt Zielankunft an
Manfred Stohl möchte mit seinem Peugeot 206 WRC das Ausscheiden in Korsika vergessen machen. Nach den Rängen elf (Griechenland) und 18. (Deutschland) mit Hyundai strebt der Österreicher wieder eine Zielankunft an: "Ich will die Saison positiv beenden." (APA/Red.)

6.11.2003 13:41