Springreiten: Simon lässt sich auch durch Sehnenrisse nicht bremsen
- 61-Jähriger rechnet mit dreimonatiger Zwangspause

Hugo Simon kehrt den Kämpfer hervor. Der 61-jährige Springreiter verschwendet auch nach einer schweren Schulterverletzung keinen Gedanken an ein Ende seiner Karriere, nach dreimonatiger Zwangspause und Therapie will er sich wieder in den Turniersattel schwingen. Simon hatte sich bei einem Sturz von einem jungen Pferd drei Sehnen im rechten Schultereckgelenk ausgerissen und wurde in Heidelberg drei Stunden lang operiert.
"Es geht mir wunderbar", tönte Simon am Montag nach der ersten ärgeren Verletzung in seiner 40-jährigen Karriere. Um anschließend doch zuzugeben, dass die Blessur größere Probleme verursacht als gedacht. "Ich hab' es mir einfacher vorgestellt, ich muss erst lernen, die Hand wieder zu heben", sagte der Olympia-Zweite von Barcelona mit dem Team. Die Schulter schmerzt den Haudegen beträchtlich, auch bei der mehrmals täglich verordneten Therapie.
Die Ärzte haben Simon eine Zwangspause von rund sechs Monaten angekündigt. "Aber da mach' ich nicht mit, ich kenn' mich doch. Auch dem Bauch heraus gesagt dauert das drei Monate", erklärte Simon im APA-Gespräch. Freilich dürfe man nichts überstürzen, denn die Sehnen dürfen nicht nochmals reißen. Passiert ist alles bei einem harmlosen Sturz, als ein junges Pferd beim Üben einer Wendung abrupt reagierte und Simon gegen die Bande prallte.
(APA/red)
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