Sonntag, 9. November 2003

Seit Beginn des Irak-Kriegs 391 US-Soldaten getötet

  • 253 davon nach Ende der "Hauptkampfhandlungen"
  • Stv. US-Außenminister bezeichnet Irak wieder als "Kriegsgebiet"

Bei einer Minenexplosion im Westen von Bagdad ist am Samstagabend ein US-Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Das teilte ein US-Militärsprecher am Sonntag in der irakischen Hauptstadt mit. Ebenfalls am Samstag waren in Falluja bei der Explosion eines Sprengsatzes zwei US-Soldaten getötet worden. In diesem Monat kamen bereits 36 US-Soldaten bei Kampfhandlungen im Irak ums Leben.

Seit Kriegsbeginn sind im Irak 391 US-Soldaten getötet worden, davon 253 seit dem offiziellen Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai. Großbritannien beklagt 52 getötete Soldaten, Dänemark, Spanien, die Ukraine und Polen meldeten je einen.

Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage bezeichnete den Irak bei einem Besuch in Bagdad als Kriegsgebiet. Er sei jedoch sicher, dass die US-Streitkräfte "diese Leute kriegen, die uns und die Iraker töten", sagte Armitage.

Auch das Zentrum von Bagdad wurde am Samstagabend von Explosionen erschüttert. Mindestens drei Detonationen waren in schneller Folge zu hören, nachdem tagsüber mehrere kleinere Explosionen erfolgt waren. Wie ein US-Militärsprecher mitteilte, wurde eine Granatwerfergranate südlich des Sitzes der US-Verwaltung abgefeuert. Eingeschlagen sei das Geschoss "weit nördlich" des weiträumig abgesperrten Areals, in dem die US-Verwaltung residiert. Über mögliche Opfer und Schäden wurde nichts bekannt.

(apa)

9.11.2003 08:48