Samstag, 8. November 2003

Wieder Anschlag auf US-Soldaten im Irak: Zwei GIs tot

  • Helikopter-Crash: USA gehen von Abschuss aus

Das US-Militär im Irak hat am Samstag weitere Tote und Verletzte in seinen Reihen gemeldet. Durch die Explosion eines Sprengsatzes seien in der Stadt Falluja zwei Soldaten getötet und ein weiterer verletzt worden, teilte eine Armeesprecherin mit. Bei einem Angriff auf einen US-Militärkonvoi nahe Falluja wurde ein Fahrzeug getroffen. Mehrere Soldaten wurden dabei verletzt.

Nach Angaben eines Augenzeugen wurde der Konvoi mit Anti-Panzer-Raketen beschossen. Ein Fahrzeug sei auf der Autobahn in die Stadt getroffen worden. Einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP zufolge geriet das Fahrzeug in Brand. US-Soldaten riegelten die Autobahn ab. Zwei US-Hubschrauber waren ebenfalls vor Ort. Die Soldaten leiteten eine Fahndung ein und nahmen zwei Menschen fest. Falluja, 50 Kilometer westlich von Bagdad, gilt als Hochburg des Widerstands gegen die US-Besatzungstruppen. Fast täglich gibt es dort Angriffe.

Helikopter-Crash: Ursache war Abschuss
Der am Freitag in der Nähe der irakischen Stadt Tikrit abgestürzte US-Militärhubschrauber ist abgeschossen worden. "Wir gehen davon aus, dass er vom Boden aus abgeschossen wurde", sagte Oberstleutnant Steve Russell von der 4. US-Infanteriedivision. Bei dem Absturz des "Black Hawk"-Hubschraubers waren alle sechs Insassen getötet worden.

Seit Beginn der Militäraktion sind im Irak bis zum Freitag nach Zahlen des Verteidigungsministeriums in Washington 388 US-Soldaten getötet worden. Die britische Armee beklagt 52 getötete Soldaten, Dänemark, Spanien, die Ukraine und Polen meldeten je einen. Seit einschließlich 1. Mai, als US-Präsident Bush das Ende der Hauptkampfhandlungen verkündete, kamen nach offiziellen Angaben 250 US-Soldaten ums Leben. Seit Beginn der Militäraktion wurden 1.889 US-Soldaten im Irak durch Feindeinwirkung verletzt.

(apa)

8.11.2003 09:57