Kaschmir-Konflikt: Pakistan schließt Kompromiss mit Indien aus
Kurz vor einem Besuch in Indien hat der pakistanische Informationsminister Sheikh Rashid Ahmed einen Kompromiss mit Indien in der Kaschmir-Frage ausgeschlossen. Dennoch wolle er dem indischen Premierminister Atal Behari Vajpayee eine Botschaft des Friedens überbringen und ihn formell nach Islamabad einladen.
Ahmed wird von Sonntag an in Neu-Delhi an einem Treffen der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Zusammenarbeit (SAARC) teilnehmen. Dabei soll ein Gipfeltreffen der Organisation in Islamabad vorbereitet werden, zu dem im kommenden Jänner auch Vajpayee eingeladen werden soll. An dessen Weigerung, nach Pakistan zu reisen, scheiterte im vergangenen Jahr ein geplanter SAARC-Gipfel. Der Organisation gehören neben Indien und Pakistan Bangladesch, Sri Lanka, Nepal, Bhutan und die Malediven an.
Indien und Pakistan beanspruchen beide das gesamte Gebiet des geteilten Kaschmir und haben deswegen bereits zwei Kriege geführt. Gegen den Willen der moslemischen Mehrheitsbevölkerung hatte der letzte Maharadscha von Kaschmir 1947 den Beitritt seines Fürstentums zur Indischen Union verfügt.
Moslemische Rebellen im indischen Teil kämpfen für Unabhängigkeit der Provinz oder deren Angliederung an Pakistan. Die Regierung in Neu-Delhi wirft Pakistan vor, diese Rebellen zu unterstützen, was die Regierung in Islamabad bestreitet.
(apa)
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