Freitag, 7. November 2003

US-Militärhubschrauber abgestürzt: Sechs tote Soldaten

  • "Black Hawk" wurde vermutlich abgeschossen
  • Mossul: Ein toter US-Soldat bei Angriff mit Panzerfaust

Der US-Hubschrauber vom Typ "Black Hawk", dessen Absturz nach jüngsten Angaben sechs Tote forderte, ist möglicherweise abgeschossen worden. Das erklärten amerikanische Soldaten am Freitag in Tikrit gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte es seitens des US- Militärkommandos in Bagdad geheißen, auch Stunden nach dem Absturz sei noch immer unklar, ob der Hubschrauber abgeschossen wurde oder wegen eines technischen Fehlers niederging.

Der Helikopter sei zusammen mit einem weiteren Hubschrauber unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin. Die Absturzstelle liegt am östlichen Tigris-Ufer und ist etwa einen Kilometer vom örtlichen US-Militärhauptquartier in Tikrit entfernt. Tikrit, die Heimatstadt von Saddam Hussein, liegt rund 160 Kilometer nördlich von Bagdad.

Angriff auf US-Konvoi
Bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi in der nordirakischen Stadt Mossul sind am Freitag ein US-Soldat getötet und sieben weitere verletzt worden. Wie ein US- Militärsprecher mitteilte, wurde der Konvoi in der Ölstadt 370 Kilometer nördlich von Bagdad am Morgen mit einer Panzerfaust angegriffen.

Beim Beschuss eines Hauses nahe einer Polizeistation in der Ortschaft Mokdadija rund hundert Kilometer nordöstlich von Bagdad wurde in der Nacht zum Freitag eine irakische Zivilistin getötet. Wie ihr Mann der Nachrichtenagentur AFP sagte, wurden vier Granaten in Richtung einer Polizeistation abgefeuert, von denen eine sein Haus traf. Er selbst erlitt bei dem Granateneinschlag Verletzungen. In der Polizeiwache der Ortschaft sind auch US-Soldaten stationiert. (apa/red)

7.11.2003 08:44