Wieder Anschlag im Irak: Polnischer Soldat getötet
- 44-jähriger Major erlitt mehrerer Schusswunden
- Bei weiteren Zwischenfällen kamen zwei US-Soldaten ums Leben
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Die anhaltenden Anschläge auf die Besatzungstruppen im Irak haben erstmals einen polnischen Soldaten das Leben gekostet. Der Major wurde am Donnerstag während eines Angriffs nahe Kerbala getötet, als er gemeinsam mit 15 weiteren polnischen Soldaten auf dem Rückweg von einer Zeremonie der irakischen Zivilverteidigung war. Bei zwei weiteren Zwischenfällen kamen zwei US-Soldaten ums Leben.
Der 44-jährige polnische Major erlitt mehrere Schusswunden. Er erlag im Krankenhaus von Kerbala seinen Verletzungen. Der polnische Präsident Kwasniewski zeigte sich entsetzt. "Der Verlust dieses sehr tapferen Offiziers, ist ein Schock für uns alle", sagte er. Er erklärte Frau und Tochter des Getöteten sein Beileid und sprach von dem "traurigsten Tag meiner Präsidentschaft". Es war das erste Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dass ein polnischer Soldat im Kampf getötet wurde. Im Südirak sind derzeit 2.400 Polen stationiert.
Die tödlichen Angriffe auf die US-Soldaten erfolgten am Mittwoch und Donnerstag. Bei Hussajbah nahe der syrischen Grenze fuhr ein US- Lastwagen am Morgen auf eine Mine. Bei der Explosion kam ein Soldat ums Leben, teilte ein US-Militärsprecher in Bagdad mit. In Mahmudijah südlich von Bagdad wurde am Mittwochabend ein Soldat getötet, als seine Patrouille unter Beschuss kam.
In Washington verkündete das Verteidigungsministerium die Absicht, die US-Truppenstärke bis zum Mai von 130.000 auf 100.000 Mann zu verringern. Komensiert soll die Verringerung bis kommenden Mai mit einer Verstärkung der irakischen Sicherheitskräfte von derzeit 100.000 auf 170.000 werden. Ein Berater des japanischen Ministerpräsidenten Koizumi sagte unterdessen, Japan werde trotz der gefährlichen Lage wie angekündigt im kommenden Jahr ein Militärkontingent in den Irak entsenden. (apa)
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