Vor Irak-Krieg: Berichte über Geheimangebot des Irak an die USA
- Angebot "tausende Inspektoren" in den Irak zu entsenden
- Krieg hätte verhindert werden sollen
·30.000 weniger
Irak: USA wollen Truppen reduzieren
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·Schiitenführer
Al Sadr plötzlich für die Amerikaner
Die irakische Führung soll nach US-Medienberichten im Frühjahr auf geheimen Kanälen versucht haben, die USA in letzter Minute von einem Krieg gegen ihr Land abzubringen. Der damalige irakische Geheimdienstchef Tahir Habbush habe den USA über den US-libanesischen Geschäftsmann Imad Hage ein Angebot gemacht, berichtete der US-Fernsehsender ABC.
Demnach wurde der US-Regierung vorgeschlagen, sie könne sich mit "tausenden Agenten oder Inspektoren" davon überzeugen, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen habe. Hage gab dem Sender an, er habe mehrere Treffen mit irakischen Geheimdienstvertretern zunächst in Beirut und dann in Bagdad gehabt.
Über die Verbindung habe der Irak zudem freie, von den Vereinten Nationen überwachte Wahlen, Konzessionen für amerikanische Ölkonzerne und die Überstellung des angeblich seit 1994 im Irak inhaftierten Al-Kaida-Terroristen Abdul Rahman Yasin in Aussicht gestellt, meldete der Sender weiter. Yasin ist US-Bürger und wird wegen seiner Beteiligung am Anschlag auf das New Yorker World Trade Center im Februar 1993 gesucht.
Die Gesprächsinitiative wurde den Angaben zufolge Anfang oder Mitte Februar gestartet. Laut dem Nachrichtenmagazin "Newsweek" scheiterte das Vorhaben unter anderem daran, dass der Geschäftsmann wenig später mit einer scharfen Pistole und vier Schreckschusswaffen im Handgepäck bei der Abreise am internationalen Flughafen von Washington festgenommen wurde. Weil Hage aber einen Diplomatenpass habe, habe er in seine Heimat Libanon weiterreisen dürfen. Pentagon- Berater Richard Perle sagte "Newsweek", er habe die irakische Initiative nie "besonders ernst" genommen. (apa)
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