Wieder Anschläge im Irak: Explosionen bei US-Hauptquartier in Bagdad!
- Wie schon am Montag wurden Mörsergranaten abgefeuert
- US-Verteidigungsministerium spricht von vier Verletzten
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Das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Bagdad ist die zweite Nacht in Folge mit Mörsergranaten angegriffen worden. Dichte Rauchschwaden stiegen am Dienstagabend über dem Gelände auf. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sind bei drei Explosionen außerhalb des US-Verwaltungsviertels vier Personen verletzt worden.
Erst am Montag waren drei Mörsergranaten eingeschlagen, von denen eine eine US-Kaserne traf. Die UNO suspendierte indes wegen Berichten über Sicherheitsmängel vor dem Anschlag auf das Bagdader UNO-Hauptquartier ihren Missionschef im Irak. Spanien zog einen Teil seiner Diplomaten aus dem Irak ab.
Nach Augenzeugenberichten trafen am Dienstagabend zwei Geschosse das Gelände eines früheren Palastes von Ex-Machthaber Saddam Hussein nahe des Hauptquartiers der Koalition. Aus dem Palast sei Rauch aufgestiegen, sagte ein 44-jähriger Iraker. "Da sind viele Soldaten herum gelaufen, es gab eine Menge Panik. Ich habe keine Verletzten gesehen", sagte ein irakischer Wachmann. Berichte über mögliche Schäden gab es zunächst nicht.
Zuvor waren am Dienstag bei Bombenanschlägen in Bagdad und der nordirakischen Stadt Tikrit jeweils ein Soldat getötet und weitere verletzt worden, wie die Besatzungstruppen mitteilten. In Kerbala starben zwei Iraker bei einem Sprengstoffanschlag.
In der nordirakischen Stadt Mosul feuerten militante Gegner der US-Besatzung fünf Granaten auf ein Hotel, in dem amerikanische Soldaten untergebracht waren. Verletzt wurde nach Angaben der US-Armee niemand. Ebenfalls in Mosul fiel ein christlicher Richter am Dienstag einem Anschlag zum Opfer. Die britischen Streitkräfte teilten am Dienstag mit, dass bereits am Freitag ein Soldat bei einem Einsatz der Koalitionstruppen ums Leben gekommen sei.
(apa)
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